Jetzt gerade ist Frühling. Die Vögel zwitschern. Die Natur riecht wieder. Der Himmel erscheint besonders blau. Die Fenster können nicht weit genug aufgerissen werden, um hinaus zu rufen: Es ist Frühling! Es ist Frühling!
Drum hab' ich meine Kamera mal abgestaubt, vor Ort zwei bis drei Glühweine inhaliert, und dann todesmutig draufgehalten, auf die unerschrockenen Frauen und Männer in kurzen Hosen, die sich bei Schneetreiben, Minusgraden und Partymucke in die Stauseefluten warfen, um auf einem Plastikeisberg ein kleines Glöcklein zu läuten. Dem wahren Helden geht halt nichts über Herausforderungen und das dankbare Publikum, egal, was das Ziel auch sei.
Ebenjenes Publikum feuerte die Jäger der verlorenen Glocke dann auch in präfastnachtischer Stimmung, glühweinschlürfend und durchaus stimmgewaltig an, und nahm so Anteil am Wohl und Wehe der spärlich bekleideten Protagonisten.
Kurz gesagt: Es war ganz schön lusdisch.
Ich hab' mal auf die Schnelle ein kleines Video zusammengezimmert und auch ein Paar Bilder schnapperschossen. Viel Spass damit:
Also, die Klamotte hält bestimmt warm. Jaha, das ist dieser Tage auch nicht zu verachten.
Ok, das Einsteigen in den Stadtbus kann vielleicht etwas tricky werden, und sehr kommunikationsfreundlich scheint der Schnitt auch nicht zu sein, aber ansonsten ... wenn da jetzt noch der Einkauf in die zwei ... Ihr wisst schon ... passt, dann kann Mann sich nicht beschweren, und die freilaufende Stadtemanze nicht meckern.
Erinnert auch definitiv wieder mal an Woody Allen: “Was sie schon immer über Sex wissen wollten” ... aber nie zu tragen wagten.
Die zweite philosophische Erkenntnis beim Betrachten des Bildes wäre dann wohl: Du kannst so blind sein wie Du willst,aber ohne Rückgrat geht gar nix.
Das klingt nach 'ner Menge Spass direkt vor der Haustüre. Habe kurz (sehr kurz) überlegt, ob ich da vielleicht sogar mitmachen sollte, aber *ähem* mein Blues-Brothers-Outfit ist *ähem* derzeit leider in der Wäscherei. *hust*
Der Stausee-Iceberg-Cup 2010 vom Fördervein der Feuerwehr in Niederhausen ist eine tolle Idee ist, aber ich muss doch nebenbei mal bemerken:
Warum denn eigentlich nicht mal den Schnee farblich pimpen!?
N. Famulari’s front yard is piled with the same stuff that fills every other yard in town. Only her snow is pink. Famulari is an environmental artist and a landscape architecture professor at North Dakota State University. She changes the color of her snow with each new layer that falls.
Beim zweiten Nachdenken bin ich jetzt allerdings dankbar für die Großwetterlage über Weihnachten, die verhinderte, dass Mensch ausser geschmackloser Blinki-Bunti-Weihnachtsdeko an der Fassade auch noch den Schnee vor der Haustür ähnlich verzieren konnte. Ich fürchte, wenn ich dieses Bild sehe, allerdings für die nächsten Jahre einen neuen Trend heraufziehen: auf den Schnee gesprühte Rentiere und Glücksschweine in den Quietschefarben der Weihnachtssaison.
Allerdings sei Mensch gewarnt und mit folgender allgemeingültigen Lebensweisheit bedacht:
Bitteschön, gern geschehen.
PS: Und nein, ich denke nicht, dass Frau Famulari Lackfarbe und/oder Hammerit verwendet.