Meine Damen und Herren, liebe Kinder,
ich möchte vor diesem Blog ausdrücklich warnen!

 

Es sendet auch außerhalb der internetüblichen Sendezeiten - zwischen 22 und 6 Uhr - Beiträge zu Intelligenz-Dilettantismus und Missverständlosigkeiten.

 

An alle privatwirtschaftlichen Jugendschützer mit monetärem Eigeninteresse: Ich kam schon abgemahnt auf die Welt, aber auch mir ist klar: Platz für Gier ist im kleinsten Hirn!

 

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Abgelegt unter: Umwelt

Wir leiden an Obsoleszenz

Was ist Obsoleszenz? Die Wikipedia hilft, wie so oft, weiter:

Der Begriff Obsoleszenz (Veralterung) bezeichnet die künstliche oder natürliche Veralterung eines Produktes. Das zugehörige Adjektiv obsolet (nicht mehr gebräuchlich sein, an Geltung verlieren, hinfällig) bezeichnet generell Veraltetes, meist Normen oder Therapien. (Obsoleszenz – Wikipedia)
Das hört sich ja noch recht harmlos an. Spannender wird es, wenn man mal unter 1.1 Geplante Obsoleszenz nachschaut. Da kann man dann nämlich lesen:
Die geplante Obsoleszenz ist Teil einer Produktstrategie. Beim Herstellprozess werden in das Produkt bewusst Schwachstellen eingebaut oder Rohstoffe von schlechter Qualität eingesetzt. Das Produkt wird schnell schad- oder fehlerhaft, kann nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden und muss ersetzt werden (built-in-obsolescence). (Geplante Obsoleszenz)
Hier wird also nichts anderes beschrieben, als dass Hersteller ihre Sachen schlechter bauen, als sie könnten. Das Ziel dieser Strategie ist es, die Menschen dazu zu bringen, neue Produkte zu kaufen. Wir kennen das alle, wenn mal der heimische Drucker kaputt geht. Da wird im Zweifelsfall schon der Kostenvoranschlag des örtlichen Technikbetriebs teurer kommen, als der Kauf eines neuen Druckers. Da wir alle auf unser Geld schauen müssen, ist die Entscheidung klar: Neukauf.

Das prominente Beispiel für Obsoleszenz ist die Glühbirne. Schon in den 20er Jahren bildete sich ein Kartell von Produzenten, das aus der Erkenntnis heraus, dass eine lange Lebensdauer der Glühbirne den Kunden vom Neukauf und somit die Wirtschaft vom Gewinn abhält, beschloß, die Lebensdauer der Glühbirne für alle bindend zu begrenzen. Man nahm damals 1000 Stunden als Obergrenze. So lange sollte eine Glühbirne höchstens halten dürfen. Möglich war damals schon eine zehnfache Lebensdauer.

Dahinter steckt also, wie gelesen, die Absicht der Wirtschaft Konsum zu erzeugen. Die Obsoleszenz ist also der wichtige Grundpfeiler des Wirtschaftswachstums. Eine wirtschaftliche Logik, gerne von unseren Politikern in Wahlkämpfen als selig machendes Ziel und Versprechen verkauft, die unsere Gesellschaft in eine Wegwerfgesellschaft transformiert hat und Afrika und Asien riesige Elektro- und Chemiemülldeponien beschert hat

Die Geschichte um die Glühbirne, den Drucker und die Wegwerfgesellschaft hat noch wesentlich mehr Facetten, die alle erschreckend deutlich und spannend in dem Film „Kaufen für die Müllhalde“ dargestellt werden, der vor kurzem auf arte ausgestrahlt wurde. Man staunt, wenn man plötzlich Parallelen zwischen heutigen Technologie-Führern und Henry Fords Konkurrenten ziehen kann.

Der Film dauert ca. 75 Minuten und ist bei arte als Stream noch verfügbar. Ich kann ihn nur wärmstes empfehlen. Ginge es nach mir, wären dieser und ähnliche Filme Pflichtveranstaltungen für jeden Bürger. Wir müssen dringend Wege aus diesem Kreislauf finden, denn unsere Kinder und Kindeskinder werden uns verfluchen für dieses stetig wachsende Problem, welches uns in die Kapitalismusfalle treibt und unsere Welt in eine Müllhalde verwandelt.

Ich habe vor ein paar Tagen im Artikel „Konfliktminerale und Idioten“ über die Dokumentation „Blood in the Mobile“ - Der blutige Zusammenhang zwischen Handys und dem Bürgerkrieg im Kongo, ebenfalls bei arte ausgestrahlt, geschrieben. Dort schrieb ich folgenden Absatz:
Jeder Handybesitzer in diesem Land, mithin jeder, der dies liest, ist Schuld am Tod und am Elend von zigzehntausenden Menschen im Kongo, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Fertig. Jeder. Vom Öko-Fuzzie bis zum Cayenne-Fahrer - jeder von uns.
Die Wahrheit ist wohl noch wesentlich dramatischer: Ebenso wie beim Bau unserer Mobilkommunikationsgeräte verletzten wir auch Menschenrechte, rauben Ressourcen und beuten aus, wenn wir im Wirtschaftswachstumswahn diese verseuchten, schlecht recyclebaren Geräte auf die Müllhalden der Entwicklungsländer werfen, um die nächste Produktgeneration zu erwerben. 

Die Frage allerdings ist, macht uns unser Konsum, unser stetes „Haben-wollen“ wirklich zufrieden? Es wird Zeit zu handeln. Im Film werden Ideen und Vorschläge zu Wegen aus dieser Misere angesprochen.

 

 

Weil es nicht ohne es sein kann

Schon im ersten Artikel des Tages klang er an, der Zweifel und mein Genöhle am, und im manchmal inhaltslosen, manchmal bauchnabelschau-rigen 2.0-Netz. Fortführen muss ich dies jetzt mit der Feststellung, dass es im Netz einfach Bilder gibt, die Fragen aufwerfen, und die offensichtlich die falschen Titel tragen und/oder zum zweimal Hinsehen auffordern. 

 
Da wäre zunächst dieses Bild, und die - mit Stirnrunzeln - gestellte Frage: Ist das Claudia (“Cloodia”) Schiffer? Echt jetzt? Was war da los? Wie kam's dazu? Sie war jung und brauchte tatsächlich/offensichtlich das Geld!?
 
Oder dieses Bild eines jungen Mannes, in einer für Männer durchaus nachvollziehbaren Situation (Objekte austauschbar), die in ihrer Offensichtlichkeit nicht zu überbieten ist, und aber natürlich mitnichten etwas darüber aussagt, ob dieser Mensch ein guter Gatte ist, wie die Bildüberschrift fragend in den digitalen Raum wirft. Die essentiellen Fragen hier sind doch wohl völlig andere: Was zur Hölle hat der Typ da an den Beinen? Was sind das für Hosen? Wieso darf der damit Moped fahren? Ist in unserer demokratischen Welt wirklich alles erlaubt? Moped im Bett - ok! - aber solche Beinkleider ...?
 
Politisch unkorrekt wird's bei diesem Bild. Ob da die dicken Kinder von Landau von Taipeh fröhlich dem Herzinfarkt entgegenrennen oder nicht, ist doch nur halb so interessant, wie die Frage, warum die in einer Kurve geradeaus rennen. Ist das ein bildlich dargestelltes Physik-Experiment zum Thema Massenträgheit und Fliehkraft?
Bei diesem Bild stellt sich die Frage, ob der Innenrist-Künstler vorher dieses Bild gesehen hatte? Oder dieses Bild? Woran sich natürlich die Frage anschließt, ob die Warnhinweise der Protagonistin mit dem eingelaufenen T-Shirt etwa entgangen sind?
 
Man sieht an diesen Beispielen, dass Bilder dies oder jenes, oder beides aussagen können.
 
Soweit dazu. 
 
Der Knackpunkt dieses Artikels ist aber ein anderer. Dem aufmerksamen Leser wird es aufgefallen sein:
 
Der totale Mangel an Bildern in diesem Artikel, der doch zunächst ganz offensichtlich ein Artikel über Bilder sein soll. Sprich, das was Gegenstand ist, ist eigentlich nicht vorhanden. Im krassen Gegensatz dazu, ist aber etwas anderes reichlich vorhanden: Links! Die Stargates des WWW.
 
Das ist das paradoxe am und im Netz. Das, worüber wir im Netz schreiben, pixeln, lautmalen ist eigentlich hier gar nicht vorhanden: Das Leben. Allerdings hat alles, was im Netz stattfindet, definitiv immer Bezug zum ...? Richtig: Zum Leben.
 
That's the Web. So einfach ist das. 
 
Das führt mich auch ohne weitere Umwege direkt zu meinem Beitrag in Woche #16 beim Xaeon-Pojekt. Auch dazu natürlich nur, und unerlässlich, hauptsächlich ein Link. Was beide, Film und Artikel gemeinsam haben, findet, wer mag, selber raus.

Das ist ein Kaffeesatz

Mach mal einen Satz mit Kaffee: 

Mein Satz mit Kaffee ist nicht nutzlos, weil der Kaffeesatz als solcher nicht so nutzlos ist, wie meine Kaffeemaschine mich zunächst glauben machen will, indem sie ihn abfällig in den Entsorgungsbehälter spuckt und entsorgt haben will, bevor sie sich dafür wieder hergibt, mich mit neuem dampfenden Braungetränk zu versorgen, um mich wieder einsatzfähig zu machen.

Durch den Einsatz intern(u)etzlicher Suchfunktionen bezüglich des Kaffeesatz, brannte sich ein Satz in meine Augen, den ich las: 

Kaffeesatz ist bei den meisten von uns ein tägliches Abfallprodukt, aber das braune Pulver kann auch nach seinem Einsatz noch nützlich sein.

Diesem Kaffeesatz folgen dort noch einige sehr informative Sätze über Kaffeesatz. Zum Beispiel ein Satz über Kaffeesatz im Haaransatz.

Die Welt ist gross und nützlich der Kaffeesatz.

3 auf einen Streich

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Interessante Küchenidee, das. Nennt sich "Flow 2". Auf der studio-Gorm-Seite gibt's noch mehr davon zu sehen.

Gefunden habe ich diese Küchen-Studie aber hier:

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Ein sehr interessantes Blog, wenn man sich für Umwelt, Ökologie und Technik interessiert. Dieses Blog wiederum habe ich gefunden, weil mir zufällig wieder eingefallen war, dass ich vor Unzeiten in jo$ C@fé mal eine Suchmaschine empfohlen hatte, die pro Suchvorgang Gutes für den Regenwald versprach. Diese Suchmaschine habe ich dann halt hier gefunden:

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Forestle ist also noch online und aktiv, und wird von Yahoo gepowert. Ich empfehle jedem Leser mal einen Blick auf Forestle zu werfen.

Soderle, das waren jetzt also drei Surftipps auf einen Streich und auf die Schnelle.