Virtu(ell)nwaswirkönnen  - das verspreche ich hiermit der Welt und ihrem Mann, dem Nichts.

Tolles Wort.

Kameldung. 

Tolles Wort.

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veröffentlicht am 31.August.2010

Tagebuch eines Missverständnislosen - #2

Jetzt gibt es tatsächlich also eine Ausgabe #2 des “Tagebuch eines Missverständnislosen” (siehe Podcast-Player; unten).

Doch seid gewarnt: Nur die Allermutigsten unter Euch sollten sich diese Podcast-Folge antun, denn der Autor fordert Gewalt gegen Tiere, praktiziert Gewalt gegen Worte, vergeht sich an harmlosen Sprichworten, und macht sich über Bäume, Frankreich und Italien lustig. Das ist nicht nett. 

Wie es überhaupt soweit kommen konnte, dass solche Machwerke wie die Tagebücher eines Missverständnislosen das Licht der Welt erbrechen, könnt Ihr hier nachlesen

Empfohlen sei an dieser Stelle aber die August-Ausgabe des Radio-Bingen-Podcast, worin auch Tagebuchschnipsel zu finden sind, und die dort, eingebettet in wohlfeile Moderationen und gute Musik, in erträglicher Dosierung präsentiert werden.

Der Worte genug und nun seht zu wie Ihr damit fertig werdet.

(download)

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veröffentlicht am 3.August.2010

Sterbende Schwäne in der Strudelwelt

Zum Arbeitswochenende muss ich hier auch mal ein wenig Sinnbefreites zur Verfügung stellen. Wobei dieses Sinnbefreite nur deshalb jetzt von mir hier als sinnbefreit erklärt wird, um es sofort wieder mit einem neuen Sinn zu versehen, nämlich dem der zunächst zweckfreien Unterhaltung im Verbund mit einer unbewusst rezipierten Wissensvermittlung im bildenden Sinne. Alles klar?

Ich hätte zum folgenden Video mal eine eher technisch-philosphische Frage, die ich mal in den freien Raum passe: Fallen die Jungs eigentlich unter die Kategorie Laienschauspieler, oder muss man da doch eher schon von Profis im darstellenden Fach und im shakespearschen Sinne reden? Ihr wisst schon: 

“Ein guter Kopf weiß alles zu benutzen, ich will Krankheiten zum Vorteil kehren.” (William Shakespeare, Heinrich IV.) 

“Doch niemand heilt durch Jammern seinen Harm!” (William Shakespeare, Othello) 

[Video: “Football Idiots”, via haha.nu]

Und um den Schiedsrichtern mal ein gelbes und rotes Hohelied auf ihren echt schweren Job in dieser darstellenden Krabbelgruppe zu singen, nochmal Shakespeare: 

“Es ist ein Geist des Guten in dem Übel, zög ihn der Mensch nur achtsam da heraus!” (William Shakespeare, Heinrich V.)

In diesem Sinne: Carpe charta - Nutze die Karte. ;)

Kommen wir zu etwas ganz anderem: Was ein Strudel ist, wissen wohl viele.

Randbemerkung: Wer jetzt nicht sofort an leckeres Kuchen-Happahappa dachte, sondern an allesverschlingende Wasser- oder sonstige Strudel, der sollte sofort den Couchpsychoonkel seines Vertrauens kontaktieren.

atstrudel.jpg

Also, ich finde, das ist ein toller Begriff für dieses Zeichen. Das hat doch wesentlich mehr Charme als “ät”. Wäre schön, wenn sich das auch bei uns durchsetzt:

“Gib mir mal Deine Mailadresse.”
“Ok. Schreib' mit: Apfel[strudel]gmail[dot]com.”

Wäre klasse, wenn jetzt noch der Punkt einen schönen Namen kriegte. Meine Vorschläge: “Käsekuchen”, oder “Zopf”. Also eigentlich müssten jetzt alle deutschen Sprachschützer hier beifällig kommentieren. ;)

So, jetzt noch was zum Überleben der deutsch Sprache: Wie heisst das Ding, dass Ihr immer vergesst, wenn Ihr Eure Waren bei Aldi/Lidl/Netto/Whatever aufs Band klatscht? Ihr wisst schon, das Ding, was dann die Dame im präpensionären Alter hinter Euch mit strengem Blick von der “Ding”-Zuführungsschiene neben dem “Waren-zur-Kasse-Zuführungsband” greift und hinter Eure letzte Packung “Eineinhalbsekundenterrine” klatscht.

Dieses Ding heisst: “Warentrennholz”:

Ein Warentrenner ist ein stabähnliches Gebilde von etwa 30 cm Länge, das in Supermärktendazu benutzt wird, die auf dem Fließband des Warenzellenkassenstandes liegenden Einkäufe verschiedener Kunden voneinander zu trennen.

Gebräuchlich sind Warentrenner von Gestalt eines geraden Prismas mit rechteckigen oder dreieckigen Grundflächen; auch Querschnitte von dreistrahlig sternförmiger Form sind verbreitet.

(Wikipedia: “Warentrenner”)

Man lernt doch niemals nicht aus. Besonders an Freitagen.

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veröffentlicht am 19.March.2010

Teilweise alles dekadente Geschenke

Westerwelle kritisierte jene, die Erleichterungen als Geschenk des Staates bezeichnen. "Was ist das für ein dekadentes Staatsverständnis?" Tatsächlich schenke doch der Steuerzahler dem Staat Geld.

Ich fass' es nicht. Der meint das ernst. Der Westerwelle meint wirklich und wahrhaftig ernst, was er da im oben zitierten Artikel sagt. Das ist nicht nur eine Dünnbrett-Floskel, wie "teilweise alles", die hier bei "Der Haken" als unredliches Polit-Scharaden-Sprech zurecht - und pointiert - kritisiert wird. Nein, der meint's ernst. Es ist so, wie ich's schon immer vermutet hab': Die, die sich berufen fühlen, sind die schlimmsten. Der Westerwelle ist ein Überzeugungstäter.

Obwohl sein Satz ja aus seiner Sicht nachvollziehbar ist, denn seine Stammklientel - die Reichen und Schönen dieses Landes - sieht ihre Steuergelder wohl tatsächlich als Geschenk, an den ansonsten doch irgendwie häufig lästigen Staat, der irgendwie voll von den Leuten ist, die irgendwie partout nicht erkennen wollen, dass sich Leistung irgendwie immer lohnt. Für wen? Das ist eine andere Frage ...

Mein lieber Herr Westerwelle, ich sach's mal so: Sie sind kein Geschenk an uns, das Wählervolk, wenn das auch Ihr durchaus dekadentes Selbstverständnis ist. Ihnen wurden Stimmen geschenkt in diesem Land, weil sich die roten und schwarzen Kollegas selber vaporisiert haben, und diese Stimmen irgendwo hin mussten/wollten.

Eine wirkliche geistig-politische Wende in diesem Land, und zwar eine der Bürger, und auch eine, die man wirklich so nennen dürfte, würde für Sie aber eine berufliche Umorientierung bedeuten. Eventuell in die Weihnachtsmann-Branche, wegen der Geschenke und so.

Das war teilweise alles - für jetzt.

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veröffentlicht am 7.January.2010

Argumenthüllenunfälle

Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.

Thomas Jurk, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen

Menschen sagen manchmal wirklich unglaublich dummes Zeuch! Noch ein Beispiel gefällig? Bitte sehr:


Ich glaube, dass Google viel Macht hat. Ob es zuviel Macht ist, entscheidet sich meiner Meinung nach erst dann, wenn sie sie missbrauchen.
— 
Satz von Sascha Lobo aus einem Video zum Thema: Hat Google zu viel Macht?

via
suedeutsche.de

Losgelöst von den Inhalten sind das zwei Argumentationsstränge, die man nur als Kurzschluss-Denke bezeichnen kann. Das ist leicht selbst zu überprüfen, indem man einfach mal andere Inhalte in diese Argumenthüllen steckt.

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veröffentlicht am 4.August.2009