Meine Damen und Herren, liebe Kinder,
ich möchte vor diesem Blog ausdrücklich warnen!

 

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An alle privatwirtschaftlichen Jugendschützer mit monetärem Eigeninteresse: Ich kam schon abgemahnt auf die Welt, aber auch mir ist klar: Platz für Gier ist im kleinsten Hirn!

 

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Abgelegt unter: Regierung

Bittere Wahrheiten

Es gibt Lügen, die laufen uns auf ihren kurzen Beinen 24000 Jahre lang hinterher:

Japans Regierung bestätigt offiziell dreifachen Super-Gau
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Da die geschmolzenen Brennstäbe schon Löcher in die Sicherheitsbehälter gefressen haben, darf man sich nicht wundern, wenn nun wieder das hochgiftige Plutonium (Halbwertszeit 24.000 Jahre) gefunden wurde. Anders als bei den frühen Plutoniumfunden auf dem Kraftwerksgelände wurde es nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo nun in der Stadt Okuma gefunden. Die Stadt liegt etwa zwei Kilometer entfernt vom Atomkraftwerk. ()
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Source: http://www.heise.de/tp/blogs/2/149959

Weitere bittere Wahrheiten? Gibt es. Jede Menge. Eine Menge davon stehen in oben verlinktem Artikel. Eine weitere Wahrheit, die uns bitter aufstoßen wird, ist der Atomausstieg á la Merkel:

Ausstieg ohne Umstieg
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Umstritten ist aber nicht nur der Zeitplan für den Ausstieg, sondern auch manches andere Stück in Merkels Atompaket. So beklagen die Verbände der Erneuerbaren Energien und Umweltschützer den Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Rechtsrahmens für die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, weil er für Kleinanlagen neue Hürden errichtet, während Großanlagen noch mehr als zuvor gefördert werden.
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Source: http://www.heise.de/tp/artikel/34/34901/1.html

Der Atomausstieg ist ein von der Bevölkerung erzwungenes Muss. Da kommt kein Politiker dran vorbei, der auch bei der nächsten Wahl noch den Hauch einer Chance haben will. Das Wort Atomausstieg führen sie daher alle im Mund. Vom Atomausstieg bis hin zum Einstieg in erneuerbare Energien ist es allerdings noch ein weiterer, und offensichtlich nicht zwangsläufiger Schritt, den die Regierenden nicht gehen wollen, weil das dazu führen wird, dass die großen Stromkonzerne an Macht verlieren. 

Der vernünftige und langfristig gesunde Einstieg in die erneuerbaren Energien bedeutet nämlich auch, eine Dezentralisierung der Stromversorgung und den Einstieg kleinerer Firmen in den Strommarkt. Die Macht der Stromkonzerne würde schwinden. Die oben beschriebenen Großanlagen können dagegen nur von Konzernen gebaut und betrieben werden.

Wer auch hier noch in der Lage ist, weitere bittere Wahrheiten zu ertragen, der lese den oben verlinkten Artikel.

Fazit: Wir können uns nicht zurücklehnen, weil wir denken, dass es damit getan ist, protestiert zu haben, die Regierung zum Handeln gezwungen zu haben, und den Stromanbieter gewechselt zu haben. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Es gibt auch Irrtümer, die uns nachlaufen werden.

Konservative Strahlenwerte

Die Wahlen sind durch. Die Bürger von RLP und BW haben sich, was die Wahlbeteiligung mit prognostizierten ca. 64% und 66% betrifft, zumindest mal eine 3+ verdient. Dennoch: Traurig genug, dass es einer Katastrophe auf der anderen Seite der Welt bedurfte, um hier die Wahlbeteiligung in wenigstens vertretbare Regionen steigen zu lassen.

Konservative Leser haben natürlich an der Einführung erkannt, dass ich nicht traurig über die Wahlergebnisse bin. Wahrhaftig nicht. Im Gegenteil. Ich muss sagen, ich hab' großen Respekt vor den Wählern in RLP. Sie wollten einfach nicht hinnehmen, dass eine einzelne Religionslehrerin im Ruhestand, die lediglich eine „Ich-bin-geländegängig“-Plattitüde gegen „Huch-ein-300-Mio-Euro-Loch-wie-ungeschickt-kommt-nicht-wieder-vor“ als Reparatur-Maßnahme anbieten kann, sich als Partei ausgibt und auch noch zum Einsatz kommt. Das halte ich für sehr klug. Stattdessen stellen die Wähler Mister RLP himself jetzt die ausgehungerte und bissige grüne Ex-APO zur Seite. Das halte ich für nachgerade weise. 

Diese kluge Maßnahme funktioniert nur in RLP. Warum? Weil andere Bundesländer - vor allem natürlich BW - mit einem Bürgertyp konfrontiert sind, den es in RLP schlicht nicht gibt: dem Wutbürger. Das ist der Bürgertyp, der die Schnauze gestrichen voll hat, gerne alles anders hätte und schlicht empört ist. In RLP dagegen ist der Bürger ungehalten - höchstens. Darum belässt er es auch bei Rot-Grün. Grün-Rot wie in BW - undenkbar, weil zu anstrengend. 

Das ist auch klug, denn Wut ist ein schlechter Ratgeber. So verpasst der rheinlandpfälzische Wähler dem Kurt eben einen 10-Volumenprozent-Denkzettel, lässt die CDU fast gewinnen, aber eben nur fast, und setzt ihm die, wie oben schon erwähnt, auf den komunalen Straße ausgebildeten, grünen Bewährungshelfer im Landtag an die Seite. Clever.

Ich warne aber vor Euphorie. Die politischen Mühlen mahlen nicht nur langsam, egal, wer sie bedient, sondern sie sind auch abhängig von den „Rohstofflieferungen“ der Wirtschaft - und die praktiziert am heutigen Montagmorgen Rudelkotzen auf die massiven Eichentische der Vorstandssitzungssäle. Da kann man beruhigt ein Monatsgehalt drauf wetten.

So ist es eben an diesem Montag nach der Wahl: In BW und RLP treten die Menschen vor ihre Haustüren und schauen nach, ob die Welt noch die gleiche ist, die sie gestern vor kurz vor 18:00 Uhr verlassen haben. In Fukushima schmelzen die Reaktorkerne und in Berlin läuft die Regierungsreaktorkühlung auch augenblicklich nicht rund. Allerdings sind hier Evakuierungen eher unwahrscheinlich, denn man wird nur konservative Strahlenwerte veröffentlichen - soviel ist sicher.

Sicher ist auch, dass sich die Bundes-SPD mal mit dem Wort „erneuerbar“ - was ja in „erneuerbare Energien“ so überdeutlich drin steckt - auseinandersetzen müsste. Nur hat das denen keiner gesagt. Die SPD-Vordenker benutzen das Wort zwar im Moment total häufig, aber irgendwie setzen die damit im Moment innerparteilich so gar keine Energien frei, geschweige denn, dass sich da etwas erneuert. Wenn die nicht aufpassen, werden die zur Brückenpartei mit geringer Restlaufzeit.

Zur FDP, sage ich ... nix. Wer an akutem Brüderle und chronischem Westerwelle leidet, über den sollte man nicht noch Hohn und Spott ausgießen.

Atomgirl - Herrin über gespaltene Atome und ebensolche Zungen

Sie ist meine Atomkanzlerin. Sie besitzt die Merkelkraft mit Laufzeitverlängerung. Sie ist das atomkraftgepowerte Supergirl mit Blazern in wechselnden Farben. Sie ist unangreifbar. Es gibt keine Superhelden neben ihr, denn der letzte verbliebene Superheld musste vor kurzem seinen nicht mehr vorhandenen Doktorhut nehmen, und dankt wahrscheinlich im Moment im bayerischen Exil seinem Schöpfer (falls er einen neben über sich akzeptiert) täglich für die schrecklichen Ereignisse in Japan, die ihn endlich aus der Schussbahn der Öffentlichkeit genommen haben.

War das jetzt eine bösartige Unterstellung. Ja. Ich glaube schon. Ich sollte mich dafür entschuldigen. 

Ich entschuldige mich. Ja, auch ich bin nur ein Mensch. Ein Mensch mit Fehlern. 

Damit wäre das erledigt. Ok?

Zurück zu Atomgirl. Auch Superhelden straucheln ab und an, und gestern mussten wir in einer Pressekonferenz mit ansehen, wie unsere, über jede Halbwertszeit erhaben strahlende Superheldin Schwäche gezeigt hat - menschliche Schwäche. Denn statt wie immer im Anblick von öffentlichem Druck eine ihrer Hauptkräfte anzuwenden, das berühmte „Aussitzen“, versuchte sie es gestern mit „Aussetzen“. 

Mir drängte sich unwillkürlich der Verdacht auf, dass dies wohl ein Aussetzer war. Ein Versehen. Eine Verwechslung. Doch, nein. Sie blickte mit nationaler Bedenkenträgermiene in die Runde und wiederholte sich sogar. Sie sprach klar und deutlich vom Aussetzen der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke für 3 (in Worten: drei; in der internationalen Übersetzung: three f***ing Peanuts) Monate.

Der Republik stockte kurzfristig der Atem. Währenddessen präsentierte Nuclearwoman den nächsten Hammer: Die Regierung will nachdenken. In Ruhe. Drei Monate lang.

Das war der Moment, in dem ich mich an meinem Stuhl festhalten musste. Ist denn wirklich in dieser Welt alles möglich? Meine Regierung will nachdenken? Drei Monate lang nachdenken? Hätte mir das vor gestern Nachmittag jemand gesagt, hätte ich ihn mitleidig lächelnd wahlweise zu meinem Medikamentenschrank mit Beruhigungspillen, oder zu meiner Bar mit Hochprozentigem geführt. 

Doch ich selber hatte eben diese Worte vernommen. Meine Regierungsnemesis hatte soeben zugegeben, dass da es da - möglicherweise - ein kleines Problem mit ihrer ureigensten Atomkraft geben könnte. Möglicherweise. Vielleicht.

Sie erwähnte dabei auch das Wort Sicherheit mehrmals. Jedesmal, wenn sie dieses Wort erwähnte, zuckte ich unwillkürlich zusammen und schaute mich um, denn ich habe dann immer das Gefühl, dass mir der stechende Blick des Wolfgang Schäuble ein Loch ins Genick brennt. Woischd?

In diesem Moment kam allerdings Guido Westerwelle ins Bild und die Schmerzen im Genick wurden bei mir, noch bevor der Mann ein Wort gesagt hatte, von heftigen allergischen Hautreaktionen abgelöst. Ich kann tatsächlich über diese Legion der Superregierungshelden sagen, was ich will, aber ich muss doch gestehen, dass sie mich nicht unberührt lässt.

Zu Westerwelle, dem Mann dessen Superkraft es ist, keine Superkraft zu haben - und das auch nur auf Deutsch - nur soviel: Er gab bekannt, dass er erkannt hat, dass Deutschland funktionierende Kühlsysteme braucht. Diesen Schluss würde er aus der Katastrophe in Japan schon ziehen können.

Ich gebe zu, mein Mund stand offen vor dieser messerscharf gezogenen und wahrhaft revolutionären Einsicht. Ich muss an dieser Stelle auch neiderfüllt anerkennen, dass dieser Mann ein brillanter Politiker an der Herzklappe des Volkes ist, denn alleine der Einsatz des Worts Kühlsystem ist genial. Wurde so doch schlagartig jedem Stammtischstrategen der 0,3-Liter-Klasse in diesem Land sofort klar, dass es sich um etwas überlebenswichtiges handeln muss, von dem der Mann da spricht.

Er benutzte allerdings in diesem Satz auch wieder das Wort Sicherheit und sofort schäublisierte ich wieder, weshalb ich den Satz im weiteren Verlauf nur unvollständig erfasste. Ich vermute allerdings, dass er noch einige „wenn“, „dann“ und “aber“ im Zusammenhang mit dem Wort „Wirtschaft“ eingebaut hat.

Das einzige, wirklich das einzige, was an diesem Nachmittag so war, wie es immer war, und das beruhigte mich dann doch wieder ein wenig, war, dass unsere Herrin der gespaltenen Atome und Worte gegen Ende dann doch das blieb, was sie auch sonst immer bleibt: Unkonkret. Unnahbar. Ungefähr. 

Um diesen Tagebucheintrag allerdings nicht im Ungefähren enden zu lassen, möchte ich für die Nachwelt anfügen: Unerträglich.

PS: Ich weiß, seit frühester Jugend, das Superhelden immer eine Geheimidentität haben, und ich will gerne gestehen, dass ich zu gerne wüsste, wer hinter der Maske der Angela Merkel steckt: Helge Schneider? Harald Schmidt? Hape Kerkeling? Lothar Matthäus? Michael Jackson?

Gut, sorry, den letzten Namen nehme ich zurück. Nichts schlechtes über Tote - bevor man es nicht selber ist. Obwohl ... man weiß es schlicht nicht. Diese Sache mit der Laufzeitverlängerung scheint ja sehr flexibel zu funktionieren.

Bürgerlich aussteigen

Die Castor-Müllabfuhr hat in den letzten Tagen die Republik in Atem gehalten. 25 Mio. € wird die aktuelle Müllabfuhr-Aktion den Steuerzahler kosten. Die Politik schiebt den schwarzen Peter den Demonstranten zu, die ja für diese immensen Kosten schließlich verantwortlich seien. 

Man kann nun zu Atomkraftwerken und der aktuellen Energiepolitik dieser Regierung stehen wie man will, aber das ist ein oberfaules Argument. Demonstrieren muss man dort, wo es die Aufmerksamkeit von Volk und Politik erregt. Eine Demo auf der grünen Wiese fernab von Symbolen oder symbolträchtigen Orten würde doch niemanden interessieren. Diese 25 Mio. € wären es allemal wert, wenn dadurch irgendwann erreicht wird, dass die unglaublich viel teurere Verquickung zwischen Atom-Industrie und Staat, die von 1950 bis heute den Steuerzahler allein 203 Mrd. € an Subventionen gekostet hat („Das Märchen vom billigen Atomstrom”), gelöst wird.

Ein Wort zu den Demonstrationen: Es kann natürlich nie Ziel gewesen sein, die Castoren nicht nach Gorleben zu lassen. Das wäre Unsinn. Es ist auch kein realistisches Ziel, diese Regierung von ihrem „Ausstieg vom Ausstieg“ abzubringen. Da greifen derart mächtige Zahnräder in der Lobby des Bundestags ineinander, dass auch noch so viele Proteste diese Regierung nicht mehr in eine andere Richtung bewegen werden. Ich persönlich hoffe auf die nächsten Wahlen. Das muss, was das betrifft, genügen.

Ich bin den Menschen dankbar, die Zeit und Geld geopfert haben, um auch für mich und die Zukunft meiner Kinder dort friedlich zu demonstrieren. Ich bin auch den Polizisten dankbar, die dort ihren Dienst getan haben, zum Teil wahrscheinlich auch gegen ihre eigene Überzeugung. Ich hoffe auch, dass man die schwarzen Schafe unter Demonstranten und Polizisten finden wird, die durch gewalttätige Übergriffe aufgefallen sind.

Und noch was: Auch wenn Promis wie Bela B. und Charlotte Roche publikumswirksam ihre halbgaren „Ist-doch-nicht-so-wild“-Ansichten unvorsichtig unters Volk werfen: „Schottern“ ist nicht richtig!  „Schottern“ ist Sachbeschädigung. Sachbeschädigung mit dem Ziel eine technische Einrichtung der Bahn außer Funktion zu setzen, damit ein beabsichtigter Zweck (Castor-Transport) nicht erreicht werden kann. Es kann aber nicht das Ziel sein, zu verhindern, dass der Castor-Transport sein Ziel erreicht. Das wäre strunzdämlich. Was soll passieren? Sollen die Kisten einfach stehenbleiben? Sollen sie zurück? Das geht nicht. Es gibt Verträge. Wir leben in einem Rechtsstaat. Mit Sachbeschädigung liefert man der Politik nur Angriffsfläche für Argumente, die vom Kern der Sache ablenken. Es geht um Aufmerksamkeit. Es geht darum Zeit und Augenmerk zu erhalten. Sitzblockaden sind das richtige Mittel, nicht „Schottern“. Das geht mir zu weit.

Die Politik kann sich, wie gesagt, nicht aus dem Griff der Energieversorger befreien und der Bürger sollte sich nicht dem naiven Glauben hingeben, die Wissenschaftler und Politiker hätten den entsprechenden Weitblick und die langfristigen Pläne in der Schublade, die das Problem „Atomkraft+Entsorgung“ lösen. Warum dem nicht so ist, kann man hier erfahren: Quarks & Co: 09.11.2010, Atommüll - Endlager verzweifelt gesucht. Das sind 45 Minuten bittere Wahrheiten und Nachhilfeunterricht in Sachen Atomkraft, Entsorgungsproblematik und die deutsche Atompolitik. Im TV wird diese Sendung am Samstag, den 13.November nochmals „ausgestrahlt“ (ungewolltes Wortspiel), und in der ARD Mediathek kann man sich diese Sendung sofort anschauen.

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Gerade rollen sie wieder: Die Castor-Transporte mit dem hochradioaktiven Müll. Und dieser Müll spaltet die Nation. Denn weltweit gibt es kein einziges Endlager für diese Abfälle. Und die beschlossene Verlängerung der AKW-Laufzeiten vergrößert deren Menge noch einmal erheblich. Aber los werden müssen wir den Müll - für mindestens eine Million Jahre. Nur wie? Und was genau ist Atommüll eigentlich? Quarks & Co geht diesen Fragen nach und verrät außerdem, welche Rolle die Politik beim Thema Kernenergie spielt.; © WDR VideoPodcast Quarks & Co: 09.11.2010, Atommüll - Endlager verzweifelt gesucht

Ist jetzt aber mit dem Ende der jährlichen „Castorette“ wieder Schicht im Schacht für den Bürger? Das muss nicht sein. Warum nicht den Ausstieg vom Ausstieg selber in die Hand nehmen?

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Atomausstieg selber machen!
Die Atomkonzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW wollen ihre alten AKW noch mindestens 30 Jahre in Betrieb lassen. Wir sagen: STOPP! Kein Geld für gefährliche Atomkraftwerk, Uranabbau und noch mehr Atommüll. 21 Umweltverbände haben sich zusammengeschlossen, um zu zeigen, wie es anders geht. Wir rufen die Menschen in Deutschland auf, selbst aktiv zu werden. Sie haben es in der Hand!
http://www.atomausstieg-selber-machen.de/startseite.html

Spätestens jetzt wäre doch für diejenigen unter uns, die die Atomkraft als Sackgassentechnologie erkannt haben, der Zeitpunkt gekommen, als Bürger mit der Hoheit über den eigenen Geldbeutel aktiv Politik zu machen, in dem man von den großen Energieversorgern zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt. Entziehen wir ihnen einfach unser Geld, und sei einfach nur, weil wir nicht wollen, dass wir für den gleichen Atommüll zweimal zahlen. Das Atomkartell hat, wie alle Wirtschaft, eine Schwachstelle: Die Gier nach Geld. Warum diese Schwachstelle nicht nutzen:

Wir fordern: Schluss damit!

Die Atomkraftwerke müssen früher, nicht später abgeschaltet werden. Wir rufen alle Stromkunden der Atomkonzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW auf, zu einem umweltfreundlichen Stromanbieter zu wechseln. Machen Sie mit! 
http://www.atomausstieg-selber-machen.de/startseite.html 

4 = 5 minus Merkelausstieg

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Aus einer 4,41 darf auch eine 5 werden” 

Lehrer müssen sich nicht an die rechnerische Durchschnittsnote eines Schülers halten. Aus einer 4,41 dürfen sie im Zeugnis eine 5 machen, entschied jetzt ein Gericht.

Dass eine 4 auch eine 5 sein kann hat das Verwaltungsbericht Braunschweig jetzt beschlossen, und wir sollten dankbar dafür sein. Hilft es uns doch damit, die Welt in der wir leben besser zu verstehen. Es hilft uns die Welt zu verstehen, in der eine schwarz-gelbe Regierung gerade “Laufzeitverlängerungen” appliziert und atomare Kompromisslösungen produziert:

Ebenso wie der Lehrer nämlich ein 4  als eine (gefühlte) 5 sehen darf, darf der schwere schwarz-gelbe Brüter den offiziellen Atomausstieg doch eher als "Atomnotausstieg für alle Fälle” sehen.

So einfach ist das. Lehrer dürfen falsch runden und die Regierung darf den Verdacht, dass sie gerade in Kompaniestärke in den Allerwertesten der diversen Atomstromkonzerne steckt mit “kompromissfähiger Gestaltungskraft” umschreiben.

Wir lernen folglich: "4 = 5" und "Atomausstieg = gefühltes 'Denkste'!”  

Wir lernen heute auch: Die Regierung besitzt Handlungsfähigkeit. 

Auch das meint allerdings wohl nicht genau das, was der naive Bürger anzunehmen geneigt ist, denn alleine die Tatsache, dass Regierung zu Handlungen fähig ist, heißt nicht, dass sie 1. Herr über diese Handlungen ist, und 2. folglich im Sinne ihrer Existenzgrundlage ihres Auftrags ihrer Verantwortung ihrer Bevölkerung handelt.

Anders ausgedrückt: Wie im Atomreaktor auch, erzeugte der Druck im schweren (Regierungs-) Brüter die Verschmelzung von Kernen. In diesem Falle von Stromkonzern-Elektronen und Staats-Euronen. Die dabei entstehende Energie nennt die Regierung “Handlungsfähigkeit” und verkauft sie dem Wahlvolk für teures Geld. Das bei diesem Prozess entstehende Abfallprodukt nennt sie “Einigung”. Dieses Element hat allerdings eine ultralange Halbwertszeit, und soll in der steuerzahlenden Bevölkerungsschicht zwischen- und endgelagert. Leider entwickelt es dort faulige Kompromissgase und führt auf Dauer durch die Verstrahlung mit Kapitalionen zu Mutationen in den Demokratie-Genen dieser Schicht.

PS: Der schwere Regierungsbrüter strebt ja auch in nicht allzuferner Zukunft eine Laufzeitverlängerung an. Darüber müssen die Betreiber allerdings mit dem Wahlvolk verhandeln. Ich finde, dieses Modell hat sich nicht bewährt und die Risiken für Umwelt und Gesellschaft sind zu groß. Dieses Energieerzeugungsmodell hat keine Zukunft. Ich wäre für den Merkelausstieg.

PPS: Die Bildunterschrift zum Bild oben sollte lauten:  “Selbst dem Weihnachtsmann scheisst man im Sommer auf den Kopf.”

PPPS: Ich wäre für einen Aufkleber “Merkelkraft - Nein, danke!”