Virtu(ell)nwaswirkönnen  - das verspreche ich hiermit der Welt und ihrem Mann, dem Nichts.

Mitternacht

Für alle, die jetzt um Mitternacht herum noch an den Rechknechten sitzen und ins Internet ihrer Wahl starren:

Thelonius Monk - Round about midnight

Iluvit!

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veröffentlicht am 29.August.2010

Heute hier, morgen in Facebook

via sorryimissedyourparty.com

Manchmal schiesst einem der Unvuuck derart durch die Birne, dass man ihn direkt niederschreiben muss, sonst isser verjessen:

Heute hier, morgen dort

(in der “jo jmatic”-Version; Originaltext: Hannes Wader)

Heute hier, morgen dort,
sind sie drin, gehn sie niemals fort,
Party-Bilder in 'ner Facebook-Galerie. 
Hab' sie selbst ins Netz gestellt,
hab' es selber so gewählt,
nie nach Rechten und Folgen gefragt.

Jetzt bereue ich's schwer,
denn jetzt denk' ich, ich wär',
so viel besser dran,
hätt's ich's nie getan,
denn mein Chef hat sie gesehn,
und er kann nicht verstehn,
wie man nackt auf' ner Party singen kann.

Dass er mich nicht vermisst,
zeigt die Kündigungsfrist,
die quasi nicht vorhanden ist.
Das stört und kümmert mich extrem,
denn auch das Pinkeln auf's Firmenemblem
bleibt dem guten Manne wohl ewig im Sinn.

Jetzt bereue ich's schwer,
denn jetzt denk' ich,
ich wär', so viel besser dran,
hätt' ich's nie getan,
denn jeder klickt die Bilder an,
kopiert und verschickt sie dann,
so dass mich jeder voll und naggisch sehen kann.

Fragt mich einer warum
ich das tat, bleib ich stumm,
denn die Antwort darauf fällt mir schwer.
Denn “Online” sein, das bringt Fun,  
weil man alles verteilen kann,
doch das Netz gibt deine Daten nie mehr her.

Jetzt bereue ich's schwer,
denn jetzt denk' ich,
ich wär', so viel besser dran,
hätt' ich's nie getan,
denn mein Ruf ist ruiniert,
und doch leb' ich nicht ungeniert,
weil alle Welt mein' nackten Arsch anklicken kann.

 

PS: Streetview. Google. Streetview.

PPS: Ich wollt das S- und das G-Wort nur auch mal geschrieben haben, weil doch alle Welt drüber schreibt.

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veröffentlicht am 18.August.2010

Tres Hombres Reloaded

Ohne weitere Worte.

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veröffentlicht am 4.August.2010

Bildungskatastrophe in Kreuznach

Manchmal sinkt man einfach nur auf die Knie und dankt, wem auch immer, dafür, dass man nur ein kleines unbedeutendes Licht ist, und mit niederen Arbeiten seinen kärglichen Lebensunterhalt bestreiten darf. Es gibt aber auch eine Zeit aufzustehen und Widerstand zu leisten. Diese Zeit ist jetzt gekommen.

Lasst mich erklären:
Es ist ja nicht so, dass ich früher nicht käuflich oder mittelmäßig genug gewesen wäre, um so 'ne Nummer durchzuziehen, wie der Junge auf diesem Bild, beim Hardrock-Posing zum Aldi-Halbplayback-Mix + Springmauskolonne mit integrierter Gesangsimitation:

Doch, ehe ich weiter rede, schaut Euch jetzt zuerst das zum Bild gehörende Video vom RPR-Kindertag in Bad Kreuznach an, und Ihr versteht, was ich meine:
 
 
Ist das nicht peinlich? Ist das nicht schrecklich?
 
Glücklicherweise gab's zu meinen Zeiten nur “Boney M” und “Dschingis Khan” (was Boney M. gegenüber jetzt ziemlich unfair ist) und Konsorten, die solche peinlichen Poser-Nummern durchgezogen haben, und ich war weit, weit weg von solchen Versuchungen. Doch schon damals hätte sich nie niemals jemand getraut, mit einer schwarzen Les Paul, dieser Göttin des crunchy-singenden Rock'n Rolls, dieser Ikone des frühen Hardrock, und der Geburtshelferin des Metal, eine solche Inszenierung auf eine Bühne zu bringen.
 
Als ich jetzt aber das Video mit dem sich prostituierenden Gitarrenjungen und den Hupfdohlen vom RPR Kindertag in Bad Kreuznach sah, musste ich zunächst schallend lachen, wurde dann aber von einem lautlosen Entsetzen erfasst, denn der Auftritt geschah doch, wie erwähnt, auf einem Kindertag. Auf einem Kin-der-tag! Das heißt, da waren mutmaßlich massenhaft Kinder vor Ort - nicht nur Kindsköpfe.
 
Wir reden also von Kindern, die jetzt nicht nur mit dem fatalen Irrglauben aufwachsen, dass “Somebody to love” von Ross Antony ist ...
 
Ich ... Entschuldigung ...
 
Mir fehlen gerade die Worte ... ich muss meine Schnappatmung unter Kontrolle kriegen ... Ähm, *räusper*, also, .. sorry, weiter:
 
Wir reden von Kindern, die also durch solch traumatisierende Konzerterlebnisse nicht wissen werden, was wirkliche Sangeskunst ist! Doch damit des Schlimmen nicht genug! Nein! (Randbemerkung: Ich spüre gerade heiligen Zorn in mir aufsteigen!)
 
Diese Kinder denken jetzt auch noch, dass Menschen mit schwarzen Gitarren und langen Haaren klingen, wie Benjamin Blümchen im Minrock beim Malle-Hitmix-pfeifen! Ja, geht's denn noch. War denn da kein Erwachsener vor Ort, der vernünftig und evolutionsgewollt mit den Beatles, den Stones, Queen, Aerosmith und Led Zeppelin sozialisiert wurde, und der sich getraut hätte, diesem demagogischen Treiben im Stile der schönen neuen Welt ein Ende zu bereiten?
 
Was soll aus unseren Kindern werden? Das ist der vielbeschworene Untergang des Abendlandes. Doch ich trete dem hier und jetzt entgegen, und sage zu den Bad Kreuznacher Kindern:

“Liebe Kinder, wenn Ihr Menschen mit solchen Gitarren und langen Haaren auf einer Bühne seht, dann muss das mindestens so klingen:”
 
 
“Alles andere ist wie ein Tofu-Hamburger - labbrig und fad'. Habt Ihr gerade die Reaktion Eurer Eltern bemerkt an manchen Stellen des Videos? Sind sie hochgefahren und wollten die Hände vor den Bildschirm schieben, damit Ihr nicht seht was dort vorgeht? Wenn Eure Eltern so nicht reagieren, dann ist es auch kein Rock'n Roll! Denn merke: Nur wenn es verboten und laut ist, ist es gut.”
 
 
"Liebe Kinder, lasst Euch nicht verdummen." Ich habe fertig.

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veröffentlicht am 22.July.2010

Binaural vs. Bluesrausch

High durch mp3?

In den USA bewegt ein vermeintlich neues Phänomen die Medien: Jugendliche sollen Audiodateien aus dem Internet herunterladen - und beim Hören in einen Rausch geraten.
http://www.golem.de/1007/76494.html
 
Ach, echt? Erst beim Hören? Ich dachte, die geraten schon beim Download in einen Rausch!?
 
Egal. Ich geh' mal kurz ins Detail und hole eine Tüte Erklärbären raus: Leute - Kids - laden sich mp3-Files aus dem Netz, die sogenannte binaurale Beats beinhalten. Das sind Beats bei denen durch die Erzeugung spezieller Frequenzmischungen pulsierende Rhythmen entstehen, die beim Hörer einen rauschähnlichen Zustand erzeugen sollen. Die Eierköpfe nennen das (Achtung!) “I-Dosing”.
 
Ehrlich, dazu fällt mir nur ein:
 
  1. Der Name für dieses Phänomen kann nur von einem kommen, der selber in einem Rauschzustand lebt, wahrscheinlich sogar in einem permanenten.
  2. Hallo Kids! Zieht Euch mal das hier rein: Vodoo Chile (SRV) oder Superstition (SRV)! ... das ist ein Rausch! Das ist nicht binaural und findet nur in der Birne statt. Das ist “Bluesfatal” und findet in den Lenden statt.

abgelegt unter  //   binaural   Blues   Musik   Rausch   Wissenschaft  
veröffentlicht am 16.July.2010

Quick-Vuvuzela-Song

Ok, im Artikel zu meinem Vuvuzela-Song wurde ich in den Kommentaren herausgefordert. So was braucht man mir nicht zweieinhalbmal zu sagen. Schneller sollte es gespielt werden? Ok, Damen und Herren. Bitteschön:
  

Na? Das is' schnell! Wat!? ;-)

abgelegt unter  //   Fun   Fussball   Musik   Südafrika   Vuvuzela   WM  
veröffentlicht am 18.June.2010

Vuvuzela Song

Untertitel: Ich bin Solist im Vuvuzela-Chor!

Ein kleines Video aus der "First-Take-Serie" im "Quick-and dirty"-Recording-Modus. :-)) Ich hab' keine vernünftige Kamera gehabt, aber die Idee musste raus.

abgelegt unter  //   Fun   Fussball   Musik   Südafrika   Vuvuzela   WM  
veröffentlicht am 16.June.2010

Die Gute-Laune-Kombo-Kapelle

DIEOHRientalische Bauchtanzersatzgruppenkombokapelle hat einen neuen Heimatseitenhauptwohnsitz bezogen. Bei mySpace wurde es der Kombokapelle zu schattig. Drum ist sie zu Posterous umgezogen.

Was bedeutet das für Euch?

Panik! Helle Aufregung! Feuchte Finger, weil ihr es kaum erwarten könnt auf diesen Link zu klicken, und die neue Heimatseite zu besuchen.

Ganz ruhig. DIEOHRganisierten Musizisten und ihre Heimatseite laufen Euch nicht weg. So ein Klick will vorbereitet sein. Also, aufgemerkt:

Sobald Ihr auf der Seite der bestausgezogensten Band westlich des Ostens seid, legt Ihr den Link in Eure Lesezeichenleiste, abonniert den RSS-Feed und verschafft Euch hier einen Überblick über die wichtigsten Fragen zur Band.

Habt Ihr dies geschafft, dann klickt Ihr Euch wild durch das vorhandene Artikeldickicht und kommentiert, "retweetet" und "liked" was das Zeug hält.

Danach schnappt Ihr Euch ein Bier, geht raus auf die Straße und erzählt Euren Nachbarn von Eurem wilden, feuchten Klicktraum.

Alles klar, soweit!?

Wirklich?

Dann klickt jetzt hier: dieohr.de

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veröffentlicht am 9.June.2010

Radio-Bingen und DIEOHR

Aufgemerkt: Das Erzähl-Radio vom Peter aus Bingen ist ab heute mit einer neuen Ausgabe online.

Nochmal ganz langsam: Das Erzähl-Radio vom Peter aus Bingen ist ab heute mit einer neuen Ausgabe online.

Nochmal mit anderen Worten: Ihr nehmt Euch einfach heute, oder morgen, oder übermorgen, oder ... (Ihr wisst schon:) wann auch immer, mal ein Stündchen Zeit, setzt Euch mit einem Glas Wein, Bier oder Ökotee gemütlich auf's Sofa, klickt die Juni-Ausgabe des Radio-Bingen-Podcast an, macht die Augen zu und lauscht.

Das ist schon alles. Lasst einfach mal Ohren und Hirn machen. Es wird Euer Schaden nicht sein. Ihr werdet entschleunigt, petrifiziert, DIEOHRtopädisch entspannt und musikalisiert in angenehmster Art und Weise, und ... und jetzt kommt's: vö-llig-ko-sten-los, aber auf keinen Fall(!) um-soho-ho-nst!

Na, ist das nix!? Sach ich doch.

Ich hätt' auch sagen können: Der Peter hat wieder ein tolles Programm zusammengestellt mit feiner Musik und DIEOHR im Interview.

Ganz nebenbei: Ich nehme mal stark an, der Peter raucht immer noch an seiner Zigarre rum und kriegt von seiner Gemahlin heisse Fußbäder angerichtet. Falls ihr wissen wollt warum, müsst Ihr Euch den Podcast anhören. ;)

Noch nebenbeiiger: Der Peter freut sich über Kommentare auf seiner Seite, ebenso wie ich, denn davon leben die Podcaster und Blogger nunmal, und beziehen daraus ihren Ansporn weiterhin interessante Sachen zu schreiben und zu podcasten. Drum tut doch so und kommentiert. Muss ja nix grosses sein.

Eine schöne kleine Einrichtung ist auch FriendConnect, (gibt's auch auf beiden Seiten, nutzt es doch mal. ;)

abgelegt unter  //   Bad Kreuznach   Bingen   DIEOHR   Musik   Oberhausen   Podcast  
veröffentlicht am 31.May.2010

DIEOHR - nie laut

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Bedienungsanleitung zur frühzeitigen Korrektur von Erwartungshaltungen bei Kneipenmucke, von den DIEOHR.

Besser spät als nie, ist dies gleichzeitig auch mein Beitrag zum Projekt Xaeon in Woche #19. Details dazu hier: http://xaeon.de

Bedienungsanleitung zur frühzeitigen Korrektur von Erwartungshaltungen bei Kneipenmucke, von den DIEOHR.

 

Besser spät als nie, ist dies gleichzeitig auch mein Beitrag zum Projekt Xaeon in Woche #19

abgelegt unter  //   Bad Münster am Stein   Bad Kreuznach   Gitarre   Musik  
veröffentlicht am 21.May.2010