Virtu(ell)nwaswirkönnen  - das verspreche ich hiermit der Welt und ihrem Mann, dem Nichts.

Montagsssammelsurium

Der Montag ist ein Anfänger. Er ist ein Wochenanfänger und ich bin ein Wochenanfangfan. Muss so sein, weil ich gerade am Montag meistens ebenjenen auch thematisiere.

Herrje, soviel Analyse gleich am Montagmorgen,
da komm' ich ins Grübeln, da mach' ich mir Sorgen. ;)

Um das Hirn wochenanfangstechnisch in Schwung zu bringen, gebe ich mal die Frage weiter, die schon ein Herr Dewi in seinem Blog gestellt hat: Wie geht das da, in dem Video da, mit dem Hubschrauber da?

Nich' schummeln und nachlesen. Nachdenken. Spekulieren. Wer schummelt ist ein Pups und stinkt.

Während man über das Hubschrauber-Problem nachdenkt, kann man ja derweil folgende typische Montagmorgenbeschäftigung - in stummer Vollendung - anschauen, und seinen eigenen Montag dagegen relativ überschaubar zu finden:

... und dann kam der große Tacker und fraß sie alle auf.

Na? Noch am Hubschrauberproblem dran? Wer an einem Montagmorgen nicht so recht schnell in die Gänge kommt, der muss sich nichts dabei denken, denn die Natur ist auch hier unser Vorbild. Sie kam zuerst auch nicht so recht schnell zu Potte mit der Erschaffung des Lebens auf diesem Planeten, wie diese Grafik äußerst eindrucksvoll zeigt.

(Screenshot)

Ob dieses Logo an einem Montagmorgen entstanden ist, kann ich nicht sagen.

Zu sagen bleibt jetzt nur noch: Komm, doch, Du Woche, Du.

PS: Na, rausgefunden, wie das Zauberkunststück mit dem Hubschrauber funktioniert? Ich vermute ja, dass der Hubschrauber sich gar nicht bewegt, sondern irgendein Superheld die Erde drumrum bewegt, und ein anderer die Töne macht.

PPS: Die Lösung findet Ihr auf der YT-Seite, aber das habt Ihr wahrscheinlich sowieso schon gelesen. ;)

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veröffentlicht am 3.May.2010

Realismus ist ... erst heute Abend anklicken

Realismus ist eine Sache der Erfahrung.


Jockey by ~ruddiger on deviantART

Kunsterfahrene Betrachter haben vielleicht gleich gesehen, dass dieses Bild eine Bleistift-Zeichnung ist. Unglaublich realistisch. Wow!

Interneterfahrene Surfer haben vielleicht, entgegen der Aufforderung im Titel, schon kurz nach Erscheinen dieses Artikels, in ihrem Feedreader gleich auf den Link zu diesem Artikel geklickt, und haben die Informationen in diesem Artikel innerhalb weniger Sekunden erfasst, ins Kurzzeitgedächtnis gepackt, und sind jetzt schon wieder auf dem Weg zum nächsten Informationsschnipsel.

Lebenserfahrene Menschen haben wahrscheinlich meinen Rat befolgt, diesen wunderbaren Frühlingstag im Freien verbracht und sich erst am heutigen Abend vor die Maschine gesetzt, um diesen Artikel per Klick aufzurufen und zu konsumieren.

Dazwischen existieren natürlich noch eine Menge anderer Möglichkeiten und Bewertungen derselben. In jedem Falle aber haben kunst- und interneterfahrene Menschen mit Lebenserfahrung, realistisch betrachtet, eine Entscheidung bei der Rezeption dieses Artikels getroffen, die auf ihren Erfahrungen, Erwartungen und Bedürfnissen basiert. 

Das führt zurück zu dem oben gezeigten Bild. Ist dieses Bild, weil es “photorealistisch” ist, aller Erfahrung nach eine Warnung davor, Bildern heute nicht mehr zu trauen? Ich habe bei der Betrachtung des Bildes nicht bemerkt, dass es sich um eine Zeichnung handelt. Ich bin der Täuschung erlegen, habe aber an Erfahrung gewonnen, und das in mehrerer Hinsicht: Ich bin achtsam, was die Beweiskraft von Bildern angeht. Ich staune aber noch viel mehr über die menschliche Kreativität und Kunstfertigkeit, die derartige “sinnliche Erfahrungen” ermöglicht und die neuen Erkenntnisgewinn erbringt. Ich versuche, das eine vom anderen vor dem Aussprechen von Wertungen zu trennen.

Entsteht nun, bis hier her, und an einem Punkt des Nachdenkens über diese Zeilen, ein neuer Erkenntnisgewinn über die Begriffe Realismus, Erfahrung und Erkenntnis, hätten das Bild und diese Zeilen tatsächlich einen Nutzen und einen Wert in ihrer digitalen Existenz manifestiert. Der Leser hätte zumindest einige Momente lang über einen Aspekt unserer Existenz philosophiert - vielleicht sogar ohne es zu merken - und dabei seine Lebenserfahrung erweitert. Ein schöner Gedanke. Das genügt mir für heute.

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veröffentlicht am 18.April.2010

Am Kirschblütenfenster

Mein guter Freund Kreuznacher, aka Heinrich Laun, macht, zusammen mit Eckhart Koppen, vom 16. April bis 16. Mai eine Ausstellung mit Zeichnungen und Bildern, unter dem Titel: “Am Kirschblütenfenster”. Ganz klar, dass ich hier diese Ausstellung wärmstens empfehle:
 
 

Gleich hier unten können freundliche Zeitgenossen und -ossinnen zwei Werbebanner in unterschiedlichen Formaten abgreifen und auf ihre Seiten pflanzen, oder in den Netzwerken ihrer Wahl anpinnen.

 
Ich wünsche der Ausstellung viele Besucher und den Ausstellern viel Erfolg. Wir sehen uns.

 

   
Click here to download:
Am_Kirschbltenfenster_tag_Kreu.zip (177 KB)

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veröffentlicht am 9.April.2010

Schrei-Situation

Es gibt diese typischen Schrei-Situationen. Zum Beispiel "Montag". Der Montag ist eine typische Schrei-Situation.

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veröffentlicht am 29.March.2010

Johan Thörnqvist - Bilderkunst

Wow, Johan Thörnqvist nimmt fotoknipste Bilder und bemalt, skizziert und verfremdet sie dann in eine eigene neue Welt. Das hat was. Das hat in mir sofort dieses "Na-klar-nichts liegt-näher"-Gefühl ausgelöst.

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veröffentlicht am 28.March.2010

Herausforderungen

427px-BogdanovBelsky_UstnySchet.jpg

http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:BogdanovBelsky_UstnySchet.jpg#

von Nikolay Bogdanov-Belsky

Dieses Bild von Nikolay Bogdanov-Belsky (1868-1945) mit dem Titel "Устный счёт" (“Kopfrechnen”) von 1895 fasziniert mich, je länger ich es mir anschaue. Offensichtlich hat da ein Lehrer seinen Schülern eine Aufgabe gestellt, die sie im Kopf lösen sollen:

10+ 11+ 12+ 13+ 142
---------------------------------------  =
                365

So, wer löst's - natürlich ohne Hilfsmittel!?

Wenn man es sich antut und die Aufgabe wirklich einmal im Kopf durchrechnet, kann man die Gesichter auf dem Bild plötzlich nachvollziehen. Sie werden regelrecht in der eigenen Physiognomie lebendig. 

Kopfrechnen!? Ein Sport, der bei uns nur noch selten ausgeübt wird.

Auf der anderen Seite fasziniert mich die Szenerie: Ein Lehrer (den es wirklich gab: Sergej Alexandrowitsch Ratschinski), seine Schüler (eine reine Jungs-Klasse, offensichtlich), eine Tafel und die Aufgabe. Fertig. Keine Sitzordnung. Kein Frontalunterricht. Keine großen Worte. Nur Kinder, die sich der Aufgabe annehmen, sich der Herausforderung stellen und ihren Geist strapazieren und sich von dieser Herausforderung fesseln lassen. Keine Worte. Keine Lösung. Das Bild liefert nur den Moment der angenommenen Herausforderung. Faszinierend. Ich hoffe und wünsche, dass es so etwas auch heute noch in Schulen gibt.

Sergej Alexandrowitsch Ratschinski gründete damals in Tatewo eine Grundschule/Internat für Bauernkinder. Dort praktizierte er wohl eine eigene Methode für effektives Kopfrechnen.

Wer jetzt doch noch an der Aufgabe hängt, kann hier nochmal kurz in die Tiefen der Mathematik eindringen.

gefunden via Dark Roasted Blend: One Fleeting Moment, Unbearably Beautiful 

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veröffentlicht am 23.February.2010

Kulturtipp: GALORE Interviews

Es besteht doch konkreter Nutzen darin, wenn Menschen dadurch inspiriert werden, die Naturwissenschaften weiter voranzutreiben. Aber ich sehe das Ganze auch philosophisch. In unserer Gesellschaft ist alles auf das Ego fixiert: ‚Was ist für mich jetzt drin?’, fragen sich die meisten. Keiner hat Geduld.

Das ist ein Zitat aus einem Interview bei Galore mit Buzz Aldrin, einem der drei "Apollo 11"-Astronauten. Es ist ein sehr gutes Interview mit erstaunlichem Inhalt und überaus lesenswert.

Überhaupt möcht ich an dieser Stelle die Seite Galore ausdrücklich empfehlen, denn die Interviews, die dort veröffentlicht werden, zeichnen sich immer dadurch aus, dass sie erstens nicht mit Promis - die sowieso ihre Nase in jede Kamera halten - geführt werden, sondern mit sehr interessanten Zeitgenossen, und zweitens gute Fragen beinhalten und dem Antwortenden folgen.

Man braucht für diese Art von Gespräch das, was Herr Aldrin oben angesprochen hat: Geduld.

Empfehlen kann ich auf jeden Fall die Interviews mit Kurt Groenewold, dem Verteidiger von RAF-Terroristen und Schwager von Wolfgang Neuss, und z.B. das Interview mit Heinz Strunk.

Auf der Seite gibt es noch wesentlich mehr zu entdecken. Sich das zu erklicken überlasse ich den kulturell interessierten Mausschiebern aber selber.

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veröffentlicht am 23.July.2009