Meine Damen und Herren, liebe Kinder,
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An alle privatwirtschaftlichen Jugendschützer mit monetärem Eigeninteresse: Ich kam schon abgemahnt auf die Welt, aber auch mir ist klar: Platz für Gier ist im kleinsten Hirn!

 

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Abgelegt unter: Japan

Die Macht des Faktischen

Was Regierungen wirklich bewegt: Die Macht des Faktischen.

Japan: Drei weitere AKWs werden stillgelegt | Telepolis

Dabei mag die Überlegung eine Rolle gespielt haben, dass sich das Land schon allein aus ökonomischen Gründen kaum ein weiteres Desaster wie jenes von Fukushima wird leisten können.

Ich würd' so gern

[Update]

Ich hab' den Song nochmal aufgenommen, weil ich eine bessere Stimmlage gesucht habe und das Drumrum weggelassen habe. Ich war doch sehr unzufrieden mit Version 1. Das war doch zuviel Spielerei. :) Hier also die aktuelle Version von „Ich würd' so gern“:

(download)

Wäre, wie gesagt schön, wenn die Menschen, die sich den Song antun, auch kurz Meinung hinterlassen. Danke. :)

[/Update]

Vorweg mal diese Information: Greenpeace hat zu einer Musikaktion aufgerufen: MUSIKER ERHEBT EUCH ! | GreenAction.

Der Kampagnenaufruf lautet:

Aus aktuellem Anlass: SUPPORT JAPAN! Aufruf an Musiker und Bands für "Support Japan! – MP3 Sampler"

Braunschweig, den 18.03.2011 - Die European Music Group als Mitinitiator vom Projekt: SUPPORT JAPAN! ruft Newcomer und Profi-Musiker/Bands aller Genres für einen weltweiten, digitalen SUPPORT JAPAN! – MP3 Sampler auf.
 
Mitmachen und AKTIV HELFEN! Wir wollen mit allen teilnehmenden Musikern gemeinsame Aktionen planen, Ideen sammeln und vieles mehr, um den Opfern in Japan zu helfen.
 
SUPPORT JAPAN! ist kein "ein Klick für Mitleid"- Projekt, sondern ein "Arsch hoch! Helfen!"-Projekt. Das heißt: Wir hoffen auf Euch, auf Euer Engagement und Eure Lust Menschen zu helfen, die alles verloren haben und einer unbegreiflichen Katastrophe entgegensteuern, die alles, was sie bislang durchmachen mussten, in den Schatten stellt. (aus: Aufruf an Musiker und Bands für "Support Japan! – MP3 Sampler" | GreenAction)

Tja, da dachte ich mir, ich könnte ja auch einen kleinen Song dazu beisteuern. Warum nicht.

So eine Greenpeace-Musik-Aktion schreit ja geradezu danach, zu dem vergessenen Genre der Protestsongs zu greifen und sich stilistisch dort zu bedienen. Die Frühgeborenen werden sich jetzt an Woody Guthrie, Bob Dylan und Joan Baez erinnern. Doch bevor es zum kollektiven „We shall overcome“ kommt, präsentiere ich Euch mein kleines, überhastet einrecordetes Protestsong-Machwerk.

Ihr wisst ja, ich bin die Soundschlampe. Meine Stimme ist, wie deutlich zu hören, nach dem Erkältungsmarathon in diesem Jahr immer noch am Arsch, aber, und das ist der Vorteil bei einem Protestsong: Wen kümmert das? Das darf so. Ich nehm' da den Bob-Dylan-Bonus in Anspruch. ;)

Natürlich wäre hier ein 20-stimmiger Schulkinderchor und der dezente Einsatz von Bratschen und Celli toll, aber die sind mir gerade ausgegangen. Nehmt's also wie's ist, oder lasst es. Viel Vergnügen mit „Ich würd' so gern Politiker-Vodoopuppen basteln können“. Den Text hab ich unten mal angehängt. Falls wer mitlesen will. Natürlich dürft Ihr unten auch mal Meinung ausdrücken. Danke. Ich bin ja Kummer durchaus gewohnt. :)

[alte Aufnahme; wurde entfernt]

Ichwuerdsogern-text

By-nc-nd

PS: Das Allerschärfste ist, dass ich mich gerade anmelden wollte, und mir dabei erst aufgefallen ist, dass die EMG-Leutchen nur Lieder bis 4 Minuten nehmen. Deshalb hier meine Kurznachricht an die EMG-Manager mit dem wahrscheinlich berufsbedingtem 3-Minuten-AufmerksamkeitsDefizitSyndrom: Ich-kann-aber-nicht-in-4-Minuten! 8-) Nicht aufregen, war nur Spaß. ;)

Ist das zu fassen? Da willst Du die Welt mit einem Lied retten, und dann ist es eine Minute zu lang. Tse. Egal, ich frag' trotzdem mal an. :)

Sauberer Strom und saubere Argumente

Wann, wenn nicht jetzt, soll man sich Gedanken um unsere Energiepolitik machen? Dafür sollte man auch schonmal die Wochenendruhe opfern. 

Es gibt in der aktuellen Atom-Debatte eigentlich nur ganz wenige Dinge und Argumentationsfallen, die man sich bewusst machen muss, um nicht auf die Beschwichtigungen und Argumentationsschleifen der Politiker hereinzufallen:

  1. Geht es um die Gefahren, die von der Atomkraft ausgehen, darf man keine Abschwächungen dulden: Das Wort Restrisiko ist eine politische Erfindung und soll etwas als klein und kalkulierbar - auch in den Folgen - darstellen. Das ist es aber nicht. Risiko bleibt Risiko, und meint das „nicht einschätzbare Unerwartete“. Fertig. Das führt uns direkt zu Zweitens.

  2. Phrasen wie, „Das kann bei uns nicht passieren.“ und „fast ausgeschlossen“ sind eben darum fahrlässig und gefährlicher sprachlicher Unfug. Genau das haben die Japaner nämlich auch gedacht. Was seit Freitag in Japan stattfindet ist das Restrisiko.

  3. Es gibt Alternativen. Alternativen, die nur langfristig denkend erreichbar sind, aber auch, und das ist wichtig, schon jetzt taugliche Alternativen in der Gegenwart (siehe Link unten).

  4. Einige Politiker und Atomkraftbefürworter werfen den Atomkraftgegnern im Moment vor, die „Gunst der Stunde“ politisch zu nutzen und Hysterie zu schüren. Diesem Argument kann man beruhigt begegnen, denn die gleichen Politiker, die dieses Argument den Atomkraftgegnern im Moment moralisch um die Ohren hauen wollen, haben genau diese „Gunst der Stunde“ in Sachen Internet und Kinderpornographie und Killerspiele gerne und reichlich genutzt. Gleiches Recht für alle.

  5. Der Vorwurf, der in die gleiche moralische Kerbe schlägt, aber auf der Gefühlsebene als Tiefschlag daherkommt, ist, dass man jetzt gefälligst nicht diskutieren soll, sondern an die Opfer in Japan denken soll, ist Heuchelei auf höchstem Niveau. Falls das so ist, wo ist denn dann bitteschön die Sorge um die Opfer von Gadaffis momentanem Amoklauf in Libyen, der sein eigenes Volk in Grund und Boden ballert. Es ist gewissen Entscheidungsträgern sehr Recht, dass der Fokus der Öffentlichkeit von Libyen abgezogen wurde, denn dort stehen unangenehme Entscheidungen an, vor denen man sich drücken möchte.
Es gibt Alternativen über die man diskutieren kann. Der folgende Link führt zu einem TV-Beitrag der beim SWR gesendet wurde: Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert - REPORT MAINZ | SWR.de.

Norwegen könnte mit Strom aus Wasserkraft 60 europäische Atomkraftwerke ersetzen. Mehrere Firmen wollen ein erstes Kabel von Norwegen nach Deutschland verlegen, das Projekt NORGER. So könnte sauberer und billiger Strom (1.400 MW) in beide Richtungen fließen: Überschüssige deutsche Windkraft ließe sich in norwegischen Pumpspeicherkraftwerken speichern und bei Bedarf nach Deutschland zurückholen. Doch es fehlt eine simple Verordnung um das Seekabel ans deutsche Netz anschließen zu können. Für das zuständige Bundeswirtschaftsministerium besteht "kein Änderungsbedarf". Der Bundesverband Windenergie sieht NORGER durch die Bundesregierung blockiert. ( Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert - REPORT MAINZ | SWR.de)

Information ist die Bürgerpflicht. Wir sollten wissen, worüber wir reden.

[Update]
Ok, eins noch:
Es wird in Deutschland keine Panik geben, solange die auch niemand im Netz herbei redet, und die Medien sie nicht herbei schreiben und herbei berichten. Wenn die Twitterer und Facebooker heute Abend genervt sind, weil ihre Timelines von Japan- und Atomkraft-Meinungsäußerungen überlaufen, dann sei denen die alte, aber wenig bekannte Autofahrer-Weisheit nahegelegt: "Du stehst nicht nur im Stau. Du bist auch der Stau." 

Ukulelen-Week - Part II

U900_bei_myspace_music_-_koste

Letzten Sonntag hatte ich ja im Artikel “Sonntag ist Western-Tag” das wunderbare "Ukulele Orchestra of Britain" per Video schon vorgestellt, und heute möchte ich aus der Ukulelen-Abteilung noch einen draufsetzen, denn ich habe U900 gefunden.

Der Bandname erinnert zwar ein wenig an die Techno-Langweiler-Dröhne, hat aber damit ganz und gar nix zu tun. Bei U900 handelt es sich um ein japanisches Ukulelen-Duo. Stark, oder!? Hört sich an wie, “indisches Schuhplattler-Quintett”.

Aber egal, hier das Video:

Direktyoutubulele: U900 -Diamond Head

Is' das cool!? Aber ja, Herr Oberförster. Noch eins? Bitte sehr:

Mein Kumpel und Mitmucker guitarholic67 spielt ja auch so'n Teil, und ich komme immer mehr zu der Einsicht, dat ich die Ukulele auch mal probieren sollte.