Meine Damen und Herren, liebe Kinder,
ich möchte vor diesem Blog ausdrücklich warnen!

 

Es sendet auch außerhalb der internetüblichen Sendezeiten - zwischen 22 und 6 Uhr - Beiträge zu Intelligenz-Dilettantismus und Missverständlosigkeiten.

 

An alle privatwirtschaftlichen Jugendschützer mit monetärem Eigeninteresse: Ich kam schon abgemahnt auf die Welt, aber auch mir ist klar: Platz für Gier ist im kleinsten Hirn!

 

jo jmatic im Überblick

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Bittere Wahrheit

Aus der Abteilung »Bittere Wahrheiten«:

Sie sind Buchhalter oder Gewinnmaximierer. Und Staaten wie Irland, Portugal, Spanien, Italien, Slowenien und Griechenland werden de facto bereits von diesen Kassenprüfern der Banken regiert, egal, wen die Menschen wählen möchten. Postdemokratie: Europa schafft sich ab – Feuilleton – FAZ

Abheften und in die Ablage »wegschauen und weiter machen (lassen)« archivieren.

Worte, die wie ein Gemälde sind

Man kann über Politiker sagen, was man will, aber man muss unumwunden zugeben, dass kaum jemand mehr für die Weiterentwicklung der deutschen Sprache sorgt, als diese Berufsgruppe. Wir verdanken unseren aktuellen Politprofis wirklich wunderbare Wortneuschöpfungen. Nachfolgend meine aktuellen Top-Five. Ich empfehle, sich die Begriffe ganz langsam selber vorzusprechen und dann seinen Assoziationen freien Lauf zu lassen:

ständiger Eurorettungsmechanismus
Quelle: Euro-Krise – Steinmeier rechnet mit EU-Austritt Großbritanniens – Politik – sueddeutsche.de

Doktorentzug
Quelle: Kampf um den Titel: Koch-Mehrin klagt gegen Doktorentzug – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – UniSPIEGEL

Kreditverhältnisse
Quelle: Wulffs Schweigen: Der Kredit des Präsidenten – Feuilleton – FAZ

Defizitsünder
Quelle: Regierungserklärung: Merkel beschwört ein krisengestähltes Europa – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik

digitales Blut
Quelle: Gastkommentar: Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren! – Gastbeiträge – Meinung – Handelsblatt

Sind das nicht Worte, die wie Gemälde sind?

Aus dem Leben eines Superhelden - #290112

Superhelden. Sie haben’s näher zur Toilette als andere, und der nächste Superschurke ist nur eine Comicseite weit weg – könnte man meinen. Stimmt aber nicht. Der ärgste Feind des Superhelden ist die Normalität. Glaubt mir, ich weiß wovon ich rede.

Kapitel 4

Untertitel: Da nahm er seine Antworten, teilte sie und verteilte sie unter den Bedürftigen.

Ich bin ein grosses Missverständnis und ich missverstehe konsequent. Ich antworte auf Fragen, die keiner gestellt hat. Ich bin ein Superheld. Meine Superkräfte sind derart vielfältig, dass ich den Überblick verloren habe, und selbst das ist eine Superkraft, denn es macht mir absolut nix aus, keinen Überblick zu haben. Ich bin ein Verzweifelter, denn ich zweifele ständig. Manchmal wird’s richtig schlimm, dann dreifele, vierfele und fünfele ich sogar. Nur sächseln tu' ich nicht. Alles hat Grenzen.

  • Ihr braucht Antworten, aber zu Hause sind alle Vorräte aufgebraucht? Ihr hättet gerne Fragen, wisst aber nicht, wie wo Ihr welche her kriegt? Klickt hier und Euch wird geholfen werden. Klickt jetzt oder jetzt: Interview mit jo jmatic – intervu

#Superhelden #dieganzeWahrheit #Fortsetzungfolgt #sinnlos #iminternet #stopmakingsense #Fun #Humor

PS: Also, aber spätestens jetzt solltet Ihr klicken: Der Klick für Zweifler und ZUspätkommer.

Alle rufen jetzt mal Datenschutz

Datenschutzmängel: Empörte Facebook-User wechseln zu Google+ und umgekehrt

Na, da sage ich doch in diesem Falle dem Postillion einfach mal schlicht: »Danke.« Er hat das Datenschutzgeschreie der letzten paar Tage im sozialen Netzgedöhnse mit seinem kleinen Artikel schön auf den Punkt gebracht. Wer wissen will, was ich meine, muss sich schon rüber bemühen und selber lesen. Das hat er verdient, der Postillion.

Warum die Leute sich jetzt über die neue Timeline bei Facebook aufregen, ist mir komplett schleierhaft. Da sind nur die Daten jetzt hübscher aufbereitet, die der Konzern sowieso von seinem Nutzer hat. Mir hat das Facebook-Design noch nie gefallen, aber die Timelinegestaltung find' ich gut.

Böse Zungen behaupten ja, die Leute regen sich nur deshalb über die neue Timeline auf, weil jetzt noch einfacher zu ersehen ist, dass sie im Grunde nur immer wieder den gleichen belanglosen Kack Kram  posten, den jeder eh schon kennt, oder, noch schlimmer, das ihr Online-Leben nur aus Online-Spielen besteht. Das ist böse - hat aber wahrscheinlich einen wahren Kern.

Apropos Kern. Die »Superprofile« sollen das Problem sein. Die Anhäufung der persönlich produzierten persönlichen Daten bei einer oder mehreren amerikanischen Firmen sollen das Grundproblem sein. Echt? Versteh' ich nicht. Dieses Problem ist doch total einfach zu lösen: Liebe Leute, wenn Ihr das nicht wollt, dann wechselt schlicht in eins der dezentralen Netzwerke. Benutzt  doch z. B. das europäische Ipernity für Eure Bilder, statt Facebook oder Google. Benutzt einen der vielen anderen Anbieter für Eure Videos, statt Youtube. Streut Eure Daten. Nutzt verschiedene Netzwerke. Zum Beispiel das schon erwähnte Diaspora*. Da gehören Eure Daten Euch und die Werbekraken sind weit weg, wenn die Euch stören. Und so weiter. Streut Eure Daten. Oder, besser noch: Vergesst einfach, dass es um Daten geht. Unterstützt schlicht die freiheitlichen und demokratischen Gedanken, die hinter diesen kleineren Netzwerken stehen, schlicht, in dem Ihr an ihnen teilhabt. Das ist auch eine eindeutige politische Aussage. Reduziert Eure Käuflichkeit.

Diese dezentralen Netzwerke finanzieren sich zum großen Teil nicht über Werbung, sondern über Spenden. Man spendet einen Betrag und ist dafür auch kein beworbenes Produkt mehr, sondern aktiver Unterstützer. Das ist fair. Das macht ein gutes Gefühl.

Die Lösung für dieses Problem ist also simpel. Trotzdem tut's keiner. Warum? Weil, wie der Postillion es so schön auf den Punkt bringt, keiner seine Freunde, oder seine Followerbasis im entsprechenden Netzwerk verlassen will. Ok. Das leuchtet auch zunächst ein. Obwohl ich sagen muss, dass ich nach dem Wechsel zu Diaspora* keine Kontakte verloren habe, sondern neue dazu gewonnen habe.

Dazu fällt mir auch folgendes ein: Für jeden Mist werden in Facebook tonnenweise Posts und Freunde bewegt. Man kann dauernd Dinge lesen, wie: »Klickt hier, um Eure Stimme abzugeben.«, »Kopiert diesen Text, um ihn zu verbreiten, wenn Ihr ihn gut findet.«, und so weiter. Da stellt sich mir die Frage, warum das die Unzufriedenen nicht auch für ihr Wechselanliegen tun. Begeistert Eure Freunde einfach für einen gemeinsamen Umstieg. Für die ukrainischen Hunde und die nächste Superstarwahl klappt die Mobilisierung doch auch - warum nicht für das Netzwerkseelenheil und gegen die Reduzierung des eigenen Online-Ich auf Produktniveau?

Ist ok. Braucht keiner beantworten. Ist eine rhetorische Frage. Ich weiß, das ist undenkbar. Ja ja, die undenkbaren Dinge ...

Ich weiß, was das Grundproblem ist. Das Grundproblem ist die Bequemlichkeit und der Konservativismus der im Netz angekommenen Masse. Die Nutzermassen sind in den sozialen Hängematten von Facebook  - und von mir aus auch G+ - angekommen und dort haben sie es sich bequem gemacht. Die virtuellen Couchmöbel und Wohnzimmer stehen und keiner will sich in Wahrheit bewegen oder verändern. Das Netzwerk soll sich gefälligst um sie herum verändern, und zwar bitteschön so, dass man sich nicht mit unbequemen Sach-, Werte- und Politfragen auseinandersetzen muss, denn man will ja nur etwas entspannen. Ist das so, ist alles gut.

Der Wunsch ist legitim. Die Realität ist aber eine andere. Na ja, egal. Man kann das alles auch einfach ignorieren, und ab und an mal mitschreien, wenn einer »Datenschutz!« ruft. Geht auch.

Google+ - Bullshitbingo

Sechs Monate nach dem Start von Google dürfen sich Google-Nutzer mit einem Pseudonym im sozialen Netzwerk registrieren. Am Montag schrieb Google-Manager Bradley Horowitz in einem Blogeintrag, dass in den nächsten Wochen nach und nach Zweitnamen akzeptiert werden: Spitznamen oder andere Pseudonyme, die zusätzlich zum Klarnamen angegeben werden können.

Bullshit! Ich hab' das vorhin probiert und habe zum wiederholten Male mein Profil zur erneuten Prüfung vorgelegt, und habe etliche Links zu Zeitungsberichten und öffentlichen Erwähnungen meines Pseudonyms »jo jmatic« mit eingeschickt. Auf der entsprechenden Google-Seite versprach man eingehende Prüfung und dass man sich in ein paar Tagen melden werde.

Knapp 10 Minuten später kam die Bestätigung der Ablehnung in einer Automatenmail mit vorgefertigtem Text.

Die Wahrheit: Meine Links hat sich überhaupt niemand angeschaut, und irgendwelche Zeitungsberichte hat sich gleich gar niemand durchgelesen - nicht in 10 Minuten. Sowieso gibt es keine Möglichkeit mal direkt und in klaren Worten mit einem Google-Verantwortlichen zu reden. Das ist schwach, sehr schwach.

Keine Ahnung für welche Promipseudonyme die Ankündigungen im oben verlinkten Artikel gelten. Für kleine Lichter wie mich jedenfalls nicht. Lame Google.

Internetgeschichte für umme - #240112

Internetgeschichte für Dumme – #240112

Eine kurze Geschichte des Internet. Unverständliches – wie selbstverständlich, umständlich in verständliche Worte verpackt.

Früher sahen Rechenmaschinen, heute gerne auch Computer genannt, völlig anders aus. Nämlich so:

Elise Daniels with the Street Performers, Avedon « Iconic Photos

Elise Daniels with the Street Performers, Avedon « Iconic Photos

Auf diesem Blockbild sehen sie (v.l.n.r.) den (dicke) ARM(e)-Prozessor, Teile der Soundkarte, die ergonomisch geformte Maus, und das um 180° drehbare Display.

Das System war luftgekühlt und modular aufgebaut. Wie gut zu sehen ist, versorgte die Maschine eine große Menge an Prozessen mit Input.

Nicht im Bild zu sehen ist das Speichermedium – von dem auch dieser Screenshot stammt – welches in diesem Falle eine Wechselplattenspeichereinheit mit optischer Speichertechnik war. Der damalige Festplattentreiber war in der überwiegenden Mehrzahl mit einem Moustache-Filter und manueller Blitzbustechnologie ausgestattet.

Historiker erklären, dass schon hier deutlich ein erfolgreicher Grundgedanke des Computerdesigns zu erkennen ist: Hard- und Software stammen aus einer Hand und sind damit ideal auf das soziale netzwerken vorbereitet.

#Internet #und #Computer #sorichtigverstehentuichdasjabisheutenicht #egal

#fun #humor #stopmakingsense #internetgeschichte

Neues von den nicht existierenden Reihen - #200112

GIF Peanut Butter.com – gifpeanutbutter: a place with organized gifs. on we heart it / visual bookmark #21426796

jo hat sich im großen weiten Digitalen eine Glücksnuss speziell für Freitage gesucht und teilt ihren erhabenen und weisen Inhalt mit Euch, so lange das noch erlaubt ist:

Einfach mal ordinär sein, wenn jemand freundlich zu dir ist. Das lockert die Stimmung und heizt die Schultergelenksmuskulatur an.

  • aus der nicht existierenden Reihe in der Diaspora: »Oder war das vielleicht umgekehrt? Ich fühl' mich immer so unsicher in Moral- und Anatomiefragen.«

fookyou #fookme #bleibbeimbeleidigenbeimsie #vokaltagterror #glücksnuss #fun #humor #stopmakingsense

zu abonnieren unter: #nonexistent

Zensur - Feind der Freiheit

Gestern sah Virtu(ell)nwaswirkönnen so aus:

Virtu(ell)nwaswirkönnen - Das verspreche ich hiermit der Welt und ihrem Mann, Herrn Nichts.
Uploaded with Skitch!

Warum? Wegen SOPA und PIPA, den von der Entertainment-Industrie forcierten Gesetzesinitiativen, die in den USA im Moment im Fokus der Internetöffentlichkeit stehen, und die uns alle beeinflussen werden, wenn sie so in Kraft treten.

Was sind SOPA und PIPA?

SOPA und PIPA sollen Gesetze werden, welche zum Schutz von Urheberrechten auch Netzsperren möglich machen sollen. Sprich, der Staat kann den Zugriff auf Seiten sperren, auch auf Seiten ausländischer Anbieter, wenn entsprechende Verdachtsmomente bestehen.

Das hört sich zunächst nicht so spektakulär an, ist aber Sprengstoff, denn damit sind der Zensur durch den Staat Tür und Tor geöffnet, und die Auswirkungen bleiben natürlich nicht auf die USA beschränkt.

Im Grunde ist das der Beginn einer unfreien Netzstruktur. Das Ende des freien Internet. Wer mag sollte sich zu diesem Thema folgende Seiten und Artikel anschauen:

Die Zensur ist ein Feind der Freiheit. Sollte das als Argument in dieser Gesellschaft nicht genügen, stände es wahrhaft schlecht um uns bestellt.

Neues von den nicht existierenden Reihen - 150112

Quelle: (Bild) – netcrap in a soup

Heute im Angebot: eine handverlesene Glücksnuss aus eigenem Anbau und mit Weisheiten und Mixedpixel aus garantiert ökologischem Unterbau:

»Wichtig ist, was am Ende raus kommt.«

  • aus der nicht existierenden Reihe in der Diaspora: »Oh! Das pixelt so schön auf der Zunge.«

#fußballerweisheiten #blindetrainertreffenauchmaleinkorn #wennallesamarschist #mussdasjanochnixschlimmesmeinen #Fun #humor #stopmakingsense

zu abonnieren unter: #nonexistent

Schlagzeilensex

Wie wär’s mal mit einem kleinen Schlagzeilenquickie? Ok? Los geht’s!

Verfielfältigung unter dem Label »Made in Germany«, oder, kurz gesagt, das »guttenbergen«, wird mittlerweile sogar im Vatikan praktiziert:

Kardinals-Biografien: Vatikan schrieb aus Wikipedia ab – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

Ich finde das allerdings jetzt nicht sooo skandalös, denn jeder weiß doch, dass sogar das christliche Hauptwerk damals schon geguttenbergt wurde. ;)

Was gibt’s noch? Ah ja, die Billigklamottendiscounter wollten eigentlich die Bedingungen der Arbeiterinnen in den entsprechenden Zulieferfabriken in Asien verbessern. Das klappt aber irgendwie nicht so richtig. Seltsam. Wahrscheinlich wehren die Arbeiterinnen sich dagegen. Kennt man ja. Frauen sind ja manchal zickig.

Billig-Kleidung von Lidl und Co.: “Das Sündenregister der Discounter ist skandalös” – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wirtschaft

Ja ja, die Deutschen brauchen billige Winterpullis, damit sie sich nicht erkälten und deswegen krank machen müssen. Da kann man nicht so inkonsequent sein und Konsequenzen ziehen.

Krank werden wir also nicht, wegen der billigen Winterpullis, oder wegen unseres schlechten Gewissens, sondern wegen Billigfleischfresserei:

Resistente Bakterien auf Geflügel – Wie gefährlich sind die Keime? – Wissen – sueddeutsche.de

Darauf kann man sich einen Reim machen:

Sind die Keime erstmal resistent
Nervt Billigfleisch permanent. Hatschi.

Themawechsel. Wann ist Satire richtig böse? Jetzt:

Anschlag in Teheran: Iranischer Atomforscher durch Autobombe getötet – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik

Na ja, tragisch, aber besser als umgekehrt, oder?