Virtu(ell)nwaswirkönnen  - das verspreche ich hiermit der Welt und ihrem Mann, dem Nichts.

Tagebuch eines Missverständnislosen - #3

Die Ausgabe #3 des "Tagebuch eines Missverständnislosen" befasst sich mit der zweitliebsten Zeitperiode des Deutschen, dem Urlaub.

Um das Urlaub herum rankt sich ein Bündel von Fragen bis ins Kleinhirn des arbeitenden Menschen: Wo wächst es, das Urlaub? Kann man es roh verzehren? Wird es im Herbst welk? Diese und weitere Fragen zum Urlaub werden im Podcast nicht beantwortet. Dafür werden aber Dinge und Vorkommnisse erklärt, mit denen Ihr jetzt noch nicht rechnet. Glaubt mir.

(download)

So, und jetzt dürfen die Profis wieder ran: Die September-Ausgabe vom Radio-Bingen-Podcast ist online. Eilet und klicket und höret, was der Peter und seine Gäste zum Thema "Geschichten um's Radio", oder auch: "Als die Mittelwelle noch aus Holz war.", zu sagen haben. :-)) Dazu gibt's wieder feine Mucke. Fül Schbass.

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veröffentlicht am 1.September.2010

Heute hier, morgen in Facebook

via sorryimissedyourparty.com

Manchmal schiesst einem der Unvuuck derart durch die Birne, dass man ihn direkt niederschreiben muss, sonst isser verjessen:

Heute hier, morgen dort

(in der “jo jmatic”-Version; Originaltext: Hannes Wader)

Heute hier, morgen dort,
sind sie drin, gehn sie niemals fort,
Party-Bilder in 'ner Facebook-Galerie. 
Hab' sie selbst ins Netz gestellt,
hab' es selber so gewählt,
nie nach Rechten und Folgen gefragt.

Jetzt bereue ich's schwer,
denn jetzt denk' ich, ich wär',
so viel besser dran,
hätt's ich's nie getan,
denn mein Chef hat sie gesehn,
und er kann nicht verstehn,
wie man nackt auf' ner Party singen kann.

Dass er mich nicht vermisst,
zeigt die Kündigungsfrist,
die quasi nicht vorhanden ist.
Das stört und kümmert mich extrem,
denn auch das Pinkeln auf's Firmenemblem
bleibt dem guten Manne wohl ewig im Sinn.

Jetzt bereue ich's schwer,
denn jetzt denk' ich,
ich wär', so viel besser dran,
hätt' ich's nie getan,
denn jeder klickt die Bilder an,
kopiert und verschickt sie dann,
so dass mich jeder voll und naggisch sehen kann.

Fragt mich einer warum
ich das tat, bleib ich stumm,
denn die Antwort darauf fällt mir schwer.
Denn “Online” sein, das bringt Fun,  
weil man alles verteilen kann,
doch das Netz gibt deine Daten nie mehr her.

Jetzt bereue ich's schwer,
denn jetzt denk' ich,
ich wär', so viel besser dran,
hätt' ich's nie getan,
denn mein Ruf ist ruiniert,
und doch leb' ich nicht ungeniert,
weil alle Welt mein' nackten Arsch anklicken kann.

 

PS: Streetview. Google. Streetview.

PPS: Ich wollt das S- und das G-Wort nur auch mal geschrieben haben, weil doch alle Welt drüber schreibt.

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veröffentlicht am 18.August.2010

Tagebuch eines Missverständnislosen - #2

Jetzt gibt es tatsächlich also eine Ausgabe #2 des “Tagebuch eines Missverständnislosen” (siehe Podcast-Player; unten).

Doch seid gewarnt: Nur die Allermutigsten unter Euch sollten sich diese Podcast-Folge antun, denn der Autor fordert Gewalt gegen Tiere, praktiziert Gewalt gegen Worte, vergeht sich an harmlosen Sprichworten, und macht sich über Bäume, Frankreich und Italien lustig. Das ist nicht nett. 

Wie es überhaupt soweit kommen konnte, dass solche Machwerke wie die Tagebücher eines Missverständnislosen das Licht der Welt erbrechen, könnt Ihr hier nachlesen

Empfohlen sei an dieser Stelle aber die August-Ausgabe des Radio-Bingen-Podcast, worin auch Tagebuchschnipsel zu finden sind, und die dort, eingebettet in wohlfeile Moderationen und gute Musik, in erträglicher Dosierung präsentiert werden.

Der Worte genug und nun seht zu wie Ihr damit fertig werdet.

(download)

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veröffentlicht am 3.August.2010

Bildungskatastrophe in Kreuznach

Manchmal sinkt man einfach nur auf die Knie und dankt, wem auch immer, dafür, dass man nur ein kleines unbedeutendes Licht ist, und mit niederen Arbeiten seinen kärglichen Lebensunterhalt bestreiten darf. Es gibt aber auch eine Zeit aufzustehen und Widerstand zu leisten. Diese Zeit ist jetzt gekommen.

Lasst mich erklären:
Es ist ja nicht so, dass ich früher nicht käuflich oder mittelmäßig genug gewesen wäre, um so 'ne Nummer durchzuziehen, wie der Junge auf diesem Bild, beim Hardrock-Posing zum Aldi-Halbplayback-Mix + Springmauskolonne mit integrierter Gesangsimitation:

Doch, ehe ich weiter rede, schaut Euch jetzt zuerst das zum Bild gehörende Video vom RPR-Kindertag in Bad Kreuznach an, und Ihr versteht, was ich meine:
 
 
Ist das nicht peinlich? Ist das nicht schrecklich?
 
Glücklicherweise gab's zu meinen Zeiten nur “Boney M” und “Dschingis Khan” (was Boney M. gegenüber jetzt ziemlich unfair ist) und Konsorten, die solche peinlichen Poser-Nummern durchgezogen haben, und ich war weit, weit weg von solchen Versuchungen. Doch schon damals hätte sich nie niemals jemand getraut, mit einer schwarzen Les Paul, dieser Göttin des crunchy-singenden Rock'n Rolls, dieser Ikone des frühen Hardrock, und der Geburtshelferin des Metal, eine solche Inszenierung auf eine Bühne zu bringen.
 
Als ich jetzt aber das Video mit dem sich prostituierenden Gitarrenjungen und den Hupfdohlen vom RPR Kindertag in Bad Kreuznach sah, musste ich zunächst schallend lachen, wurde dann aber von einem lautlosen Entsetzen erfasst, denn der Auftritt geschah doch, wie erwähnt, auf einem Kindertag. Auf einem Kin-der-tag! Das heißt, da waren mutmaßlich massenhaft Kinder vor Ort - nicht nur Kindsköpfe.
 
Wir reden also von Kindern, die jetzt nicht nur mit dem fatalen Irrglauben aufwachsen, dass “Somebody to love” von Ross Antony ist ...
 
Ich ... Entschuldigung ...
 
Mir fehlen gerade die Worte ... ich muss meine Schnappatmung unter Kontrolle kriegen ... Ähm, *räusper*, also, .. sorry, weiter:
 
Wir reden von Kindern, die also durch solch traumatisierende Konzerterlebnisse nicht wissen werden, was wirkliche Sangeskunst ist! Doch damit des Schlimmen nicht genug! Nein! (Randbemerkung: Ich spüre gerade heiligen Zorn in mir aufsteigen!)
 
Diese Kinder denken jetzt auch noch, dass Menschen mit schwarzen Gitarren und langen Haaren klingen, wie Benjamin Blümchen im Minrock beim Malle-Hitmix-pfeifen! Ja, geht's denn noch. War denn da kein Erwachsener vor Ort, der vernünftig und evolutionsgewollt mit den Beatles, den Stones, Queen, Aerosmith und Led Zeppelin sozialisiert wurde, und der sich getraut hätte, diesem demagogischen Treiben im Stile der schönen neuen Welt ein Ende zu bereiten?
 
Was soll aus unseren Kindern werden? Das ist der vielbeschworene Untergang des Abendlandes. Doch ich trete dem hier und jetzt entgegen, und sage zu den Bad Kreuznacher Kindern:

“Liebe Kinder, wenn Ihr Menschen mit solchen Gitarren und langen Haaren auf einer Bühne seht, dann muss das mindestens so klingen:”
 
 
“Alles andere ist wie ein Tofu-Hamburger - labbrig und fad'. Habt Ihr gerade die Reaktion Eurer Eltern bemerkt an manchen Stellen des Videos? Sind sie hochgefahren und wollten die Hände vor den Bildschirm schieben, damit Ihr nicht seht was dort vorgeht? Wenn Eure Eltern so nicht reagieren, dann ist es auch kein Rock'n Roll! Denn merke: Nur wenn es verboten und laut ist, ist es gut.”
 
 
"Liebe Kinder, lasst Euch nicht verdummen." Ich habe fertig.

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veröffentlicht am 22.July.2010

Fliegenhirn vs. Erbsenhirn

Fliegenhirn revolutioniert die Bildverarbeitung

Ja, na und?

Hasenhirne regieren seit Jahren die Republik, Spatzenhirne verzocken in Banken unsere Kohle und 'ne Menge Erbsenhirne meinen, das ergebe schon alles einen Sinn. Weckt mich, wenn ein Beamtenhirn die Steuerklärung revolutioniert.

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veröffentlicht am 13.July.2010

Müller schiesst - Tor!

 

Hatte heute Nacht einen Traum:

Wir haben den FC Primaradonna und Borussia Villabacho geschlagen und stehen im Endspiel gegen Holland. Wir liegen aber schnell 1:0 durch einen Elfmeter-Treffer zurück, weil Mertesacker Robben von den Beinen geholt hat. Mist. Egal. Weiter. 

Deutschland drückt, und will den Ausgleich. Podolski wird an der Strafraumgrenze gefoult und Schweinsteiger verwandelt um die 25. Minute herum den Elfmeter. Ausgleich. Weiter.

Dann die 43. Minute: Lahm dribbelt und tankt sich an der Aussenlinie durch, flankt unwiderstehlich nach innen, hinter die Abwehr. Dort steht wer bereit? Wer? Na, wer? Jawoll! 

Müller! Müller verwandelt per Drehschuss zum 2:1!

Danach spielen die Niederländer wie entfesselt, aber Neuer hält, was es zu halten gibt, und der Schiedsrichter nimmt in der 93. Minute die Pfeife in den Mund und Deutschland ...

Hier bin ich aufgewacht. Schweissgebadet. Bin sofort ins Wohnzimmer, hab' mir die Vuvuzela geschnappt und die Lunge schockentleert. Danach ein kühles Bier. 

Fühle mich vorbereitet für heute Nachmittag. PriMaradonna wir kommen.

PS: Der Traum erinnert mich an irgendwas. Aber, was? ;)

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veröffentlicht am 3.July.2010

Kopf hoch

Die Engländer haben, neben den Finnen (klar!) den subversivsten Humor auf dieser Welt, und so kann John Cleese natürlich am besten erklären, was die grundlegenden Unterschiede zwischen “Soccer” und “American Football” sind:

Allerdings darf man heute Morgen konstatieren, dass wahrscheinlich lediglich “American-Football”-artige Sequenzen von “four seconds of extremely violent actions” den Engländern gestern Abend vielleicht ermöglicht hätten, besser auszusehen, als im “Soccer is played like Jazz”-Konzert des deutschen Teams, in dem es für die Engländer nur zu gelegentlichen inspirationslosen Soli reichte.

... to something completely different: Ok, das englische Football-Team blieb blass und farblos, aber die Autochrome-Bilder von 1928, die von Clifford R. Adams für National Geographic gemacht wurden, sind dafür umso bunter und stimmungsvoller.

Erfreuen wir uns also an ihnen, und unterstellen dem englischen Team, dass es zumindest versucht hat, die “Fabio-Capello-version-of-creativity-soccer” umzusetzen. 

Dem englischen Team wünschen wir nun also trotzdem eine gute Rückreise auf die Insel, und geben Ihnen dazu folgende finnische Weisheit mit auf den Weg:

 

“Happy Being Miserable”

PS: Dass allerdings unser geliebter Fussball übertragungstechnisch gar nicht so weit weg ist, von dem amerikanischen Werbeunterbrechungs-Football, könnte man nach dem Lesen dieses Artikels argwöhnen: Die Hand Gottes: Argentinien - Brüste | FTD.de  

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veröffentlicht am 28.June.2010

Wieder was gelernt

 

Bei einer Busfahrt stellte ich vor kurzem wieder mal fest, dass man in diesem Universum nichts, aber auch gar nichts als gegeben und naturgesetzlich nehmen darf. 

So glaubte ich doch gelernt zu haben, dass spiegelnde Displays bei mobilen Kommunikationsgeräten in die Kategorien “nicht gut” bis “Kacke” fallen. 
 
Weit gefehlt. 
 
Ein junges Mädchen, ca. 15-16 Jahre alt, belehrte mich neulich eines Besseren: Sie stand an der Haltestelle und wartete, wie ich auch, auf den Bus. Die Sonne schien, und klar war die Luft. ;) Plötzlich zerrte sie ihr Touchgedöhns-Handy mit der linken Hand aus der Tasche und riss es vor's Gesicht. Die rechte Hand allerdings ging jetzt nicht wie erwartet zum Touchdisplay, sondern zielstrebig zu den Augenbrauen und den Haaren, und verrichtete dort ordnende und stylende Arbeit. Der strenge Blick der jungen Dame war derweil auf das, wie die Hölle spiegelnde Display gerichtet.
 
Ich staunte still, und heftete in meinem Hirn den Vermerk “Denkste!", in der Ablage “Handy-Qualitäten”, zu dem Punkt “spiegelnde Displays sind grundsätzlich kacke”, und zog dann anschließend einen Ganglien-Link zur Abteilung “Was Teenies gut finden.”, plus Querverweis auf meine persönliche Wikipedia-Abteilung: “Frauen sind anders”.
 
Man lernt nie aus.
 
Zweite Meldung aus der Abteilung “Diese Welt wirst Du nie verstehen!”:

Student wirft Hund auf Hells Angels

Allershausen - Das dürfte den Hells Angels auch noch nicht passiert sein: Ein 26-Jähriger fuhr auf das Gelände des Motorradclubs bei Allershausen, ließ seine Shorts runter und warf einen Hundewelpen nach den Männern. Dann flüchtete der Student mit einem geklauten Radlader.

 
Ein depressiver Student wirft Hundewelpen auf ewiggestrige Lederkuttenträger und klaut anschliessend einen Radlader!?
 
“Herr Freud, bitte zur Rezeption. Herr Sigmund Freud, bitte. Der kleine Prinz möchte bitte aus dem Pillenparadies abgeholt werden. Herr Sigmund Freud, bitte.”
 
Man lernt nie aus. Vor allem an Freitagen. Notiz an mich: Bitte Unterrubrik zu “Frauen sind anders!” anlegen. Titel: “Männer manchmal auch”

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veröffentlicht am 18.June.2010

Quick-Vuvuzela-Song

Ok, im Artikel zu meinem Vuvuzela-Song wurde ich in den Kommentaren herausgefordert. So was braucht man mir nicht zweieinhalbmal zu sagen. Schneller sollte es gespielt werden? Ok, Damen und Herren. Bitteschön:
  

Na? Das is' schnell! Wat!? ;-)

abgelegt unter  //   Fun   Fussball   Musik   Südafrika   Vuvuzela   WM  
veröffentlicht am 18.June.2010

Vuvuzela Song

Untertitel: Ich bin Solist im Vuvuzela-Chor!

Ein kleines Video aus der "First-Take-Serie" im "Quick-and dirty"-Recording-Modus. :-)) Ich hab' keine vernünftige Kamera gehabt, aber die Idee musste raus.

abgelegt unter  //   Fun   Fussball   Musik   Südafrika   Vuvuzela   WM  
veröffentlicht am 16.June.2010